WSG – „Wir bleiben demütig“


Grüne WSG-Jubeltraube nach der Sen-sation gegen die Euro-Fighter aus Wolfsberg / GEPA

Die Novemberleistungen hatten Selbstvertrauen vermittelt, also ging’s mit breiter Brust gegen die in der Europaliga so starken Wolfsberger und auch gegen die ebenfalls international engagierten Hütteldorfer. Aber dass die beiden „Euro-Fighter“ von seiner WSG Swarovski Tirol so mir nix, dir nix förmlich vom Platz gefegt wurden, das hatte auch Trainer Tom Silberberger nicht erwartet. Wie auch immer – zum Auftakt der Euro-Wochen wurde Wolfsberg im Tivolistadion eiskalt erwischt, mit 4:1 besiegt.

„Der Gesamtauftritt gibt uns Kraft. Am Ende des Tages sind wir sehr stolz“, sprach die sportliche Führung um Cheftrainer Thommy Silberberger und Manager Stefan Köck wie so oft im Einklang. Während sich der nach Reisestrapazen müde gewordene WAC für das Europa-League-Gruppenendspiel gegen Feyenoord Rotterdam einmal kräftig durchschütteln musste, durften die WSG-Kicker den Moment genießen.

Die Betonung lag auf Moment. „Man geht nach so einem Match am Montag natürlich freudiger ins Büro, schaut gerne auf das Match und die Tabelle (aktuell Platz sechs, Anm.). Aber wir bleiben weiter demütig“, nahm Köck das Wort Meister-Play-off in der oberen Tabellenhälfte nach zehn Runden weiterhin nicht in den Mund. Nicht ahnend, dass es nur sieben Tage später sogar gegen Rapid in der Allianz-Arena einen ähnlich souveränen 3:0-Triumph zu feiern geben würde. Tore von Schnegg, Petsos und Joker Frederiksen versüßten den Tirolern die Heimfahrt. Platz fünf in der Tabelle, vor Wolfsberg, vor der Wiener Austria, das galt es gegen Aufsteiger Ried abzusichern.

Aber es war wie verhext – ausgerechnet vier Tage vor dem Heiligen Abend kam für die vielleicht zu siegessichere WSG das böse Erwachen. Die Oberösterreicher nützten im Tivolistadion die Räume und Chancen eiskalt zu einem klaren 3:1-Erfolg. Aber die Enttäuschung bei den Tirolern hielt sich in Grenzen, das Motto für den frühen Saisonstart im Jänner lautet nach wie vor: den Platz in der Meisterrunde (Top 6) verteidigen, mit dem Abstieg nichts zu tun haben.