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Nur der Spitzenplatz fehlteHaie bissen überraschend zu Wie auf Wolke neun …
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Blick auf die Gebirgskulisse ... / Foto: GEPA

Blick auf die Gebirgskulisse ...
Foto: GEPA

Spannende Positionskämpfe lieferten die Kombinierer in den drei Tagen von Seefeld. / Foto: GEPA

Spannende Positionskämpfe lieferten die Kombinierer in den drei Tagen von Seefeld. / Foto: GEPA

Der große Sieger von Seefeld: Eric Frenzel. / Foto: GEPA

Der große Sieger von Seefeld: Eric Frenzel. / Foto: GEPA

Mach’ mal Pause – das nahm sich Berni Gruber wohl zu Herzen. / Foto: GEPA

Mach’ mal Pause – das nahm sich Berni Gruber wohl zu Herzen. / Foto: GEPA

Wie auf Wolke neun …

Als der Deutsche Eric Frenzel nach seinem dritten Sieg hintereinander wieder zu Atem gekommen war, hatte der alleinige König von Seefeld einen Tipp für die nachfolgende Generation parat. Oder besser gesagt: für die junge Generation der Österreicher. Schließlich weiß der 21-fache Weltcup-Sieger, der im Tiroler Wintersport-Mekka zum neunten Erfolg in Folge lief und nach 2014 das zweite Triple gewann, wie schwer es ist, sich zwischen den Arrivierten zu behaupten. „Ich hatte genügend Zeit, mich in ihrem Schatten weiterzuentwickeln, um dann zuzuschlagen“, sagte der 26-Jährige, der seine ersten Erfolge im Alter von 20 Jahren feierte.

 

Ebenso viele Lenze zählte nun Philipp Orter. Der Kärntner, der als Rohdiamant bei den ÖSV-Kombinierern gilt. Der dreifache Juniorenweltmeister, der bei seinem ersten 15-km-Langlauf Lehrgeld bezahlen musste, indem er bei Kilometer neun einbrach und ihm bei 13,5 Kilometern bei einem Sturz der Stock abbrach. So zählte Orter (21.) nicht zu den besten Österreichern (Bernhard Gruber/7.und Willi Denifl/10.) und vom Stockerl mit Håvard Klemetsen aus Norwegen und dem Japaner Akito Watabe trennten ihn über zwei Minuten.

 

Trotz des Missgeschicks lief er jedoch bei strahlendem Sonnenschein und vor 9.000 Zuschauern 19 Sekunden vor Altmeister Mario Stecher (25.) über die Ziellinie. Zu diesem Zeitpunkt sagte Frenzel in den ersten Siegerinterviews: „Ich weiß nicht, woran es liegt – warum das Siegen in Seefeld so funktioniert wie das Brezelbacken.“ Dieses Rezept freilich wollte der Deutsche keinem verraten – schon gar nicht der jungen Konkurrenz aus Österreich, die Frenzel schon wahrgenommen hatte.

 

Neunmal! Was jedenfalls Eric Frenzel in Seefeld abgeliefert hatte, stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. „Stimmt schon, meine Bilanz hier ist recht gut“, erklärte der Deutsche mit leuchtenden Augen. Als die Bezeichnung „lebende Legende“ fiel, musste er schlucken. „Ich habe jetzt in Seefeld öfter gewonnen als Hannu Manninen? Das wusste ich gar nicht“, stammelte der sympathische Sachse. Manninen, das finnische Zugpferd der Kombination, sammelte sechs Siege in Seefeld. Frenzel indes erzielte binnen fünf Jahre derer neun, davon acht in Serie.

 

Die Reaktion seiner Gegner – sofern ihm in dieser Form überhaupt jemand das Wasser reichen konnte – schwankte zwischen Staunen und Ärger. Und Bewunderung. Auch von Bernhard Gruber, dem stärksten Österreicher, der zumindest im zweiten Rennen als Zweiter das Stockerl erobert hatte – im Windschatten des überragenden Frenzel. Die Handzeichen des Deutschen, er solle auch Führungsarbeit leisten, hatte der Team-Olympiasieger einfach ignoriert. „Ich habe arbeiten lassen“, sagte er mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

 

Schluss mit lustig war erst im letzten giftigen Anstieg vor dem Ziel. „Der Eric hat mich einfach stehen gelassen. Ich weiß nicht, vor was der davongelaufen ist“, rätselte der Salzburger, der sich dampfend und keuchend als sensationeller Zweiter ins Ziel schob. Völlig ausgepumpt kauerte er im Schnee: „Mir ist das Gas ausgegangen.“ Wenig später hüpfte er schon wieder frisch und munter durch den Zielraum und freute sich über seinen zweiten Seefeld-Podestplatz nach 2008. Zudem war es der erste ÖSV-Stockerlplatz seit David Kreiner (2011). Und dann noch das Lob für die Organisatoren: „Die Atmosphäre in Seefeld ist einfach unglaublich.“

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