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Der alte Mann und das BrettDer Tiroler, der Vail entdeckte Österreichs Alpinstars und die Festspiele von Vail
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Vail feiert ... / Fotos: GEPA

Vail feiert ... / Fotos: GEPA

Österreichs Alpinstars und die Festspiele von Vail

So etwas nennt man eine perfekte Revanche: Während sich Österreichs Skistars bei der Heim-WM 2013 in Schladming im Medaillenspiegel noch mit Rang zwei hinter den USA zufriedengeben mussten, drehte das ÖSV-Team ausgerechnet in der Höhle des Löwen den Spieß um. In Vail und Beaver Creek, zum dritten Mal Schauplatz von alpinen Titelkämpfen, räumten Hirscher, Fenninger und Co. groß ab und gewannen die Medaillenwertung überlegen mit neun Stücke Edelmetall (5/3/1). Verständlich die Begeisterung rund um das Skiteam des Peter Schröcksnadel.

 

Und wenn auch der alpine Skirennsport in den USA nicht jene Tradition besitzt wie zum Beispiel in Österreich – zu feiern wussten die Amerikaner auf jeden Fall, so manche Ski-Party von Colorado 2015 würde in die Geschichte eingehen, denn unabhängig vom wechselnden Erfolg der Lokalmatadore erlebte man rund um die Pisten „Birds of Prey“ und „Raptor“ permanent gute Laune. Blendend aussehende Cheerleader, eine stets volle Haupttribüne, perfekt moderierende Stadionsprecher und – fast immer – strahlender Sonnenschein sorgten für ausgelassene Stimmung.

 

Im Gegensatz zu Schladming, wo der Erfolgsdruck fast nicht zum Aushalten gewesen war, konnten die Österreicher zwei Jahre später mit dem speziellen Flair einer WM gut umgehen. Marcel Hirscher hatte zwar im abschließenden Slalom die Titelverteidigung nach einem Einfädler knapp verpasst, war aber mit zweimal Gold (Team, Kombination) und einmal Silber (Riesentorlauf) ebenso wie Anna Fenninger mit zweimal Gold (Super-G, Riesentorlauf) und einmal Silber (Abfahrt) zum rot-weiß-roten Medaillenhamster avanciert.

 

Die Hoffnungen der Amerikaner waren groß gewesen, dass Vail eine Wiederholung von Schladming bringen würde, dann allerdings mussten die US-Skifans lange warten, ehe sie letztlich ihre Gold-Erlösung innerhalb von 24 Stunden gleich im Doppelpack feiern durften. Ted Ligety hatte im Riesentorlauf für das erste US-Gold gesorgt, Mikaela Shiffrin wenig später mit dem Slalomsieg in Beaver Creek Begeisterungsstürme ausgelöst.

 

Dennoch verlief für einige vermeintlich als Favoriten gehandelte Stars nicht in allen Disziplinen alles nach Wunsch. Erst waren Österreichs Abfahrer im traditionell prestigeträchtigsten Rennen einer WM in ein gleichsam historisches Debakel geschlittert, nachdem Matthias Mayer als bester ÖSV-Athlet nur auf Rang zwölf abgeschwungen hatte.

 

Oder Lindsey Vonn: Vor ihrem Heimpublikum wollte sie groß auftrumpfen, doch das ersehnte bis erwartete Gold blieb der Lokalmatadorin verwehrt. Vonn hatte zwar vor den Augen ihres Freundes Tiger Woods Bronze im Super-G gewonnen, in der Abfahrt und in der Kombination ging sie jedoch ebenso wie im Riesentorlauf leer aus. Erzrivalin Tina Maze dagegen war furios in die WM gestartet, holte gleich in den ersten drei Rennen zweimal Gold und einmal Silber. Danach ging der 31-Jährigen aber etwas die Luft aus.

 

Tiroler waren natürlich auch mit von der Partie und holten Medaillen. Christoph Nösig und Eva-Maria Brem trösteten sich mit dem WM-Titel mit der Mannschaft, Niki Hosp gewann in ihrer Spezialdisziplin, der Kombination, Silber und im spektakulären Teambewerb kassierte sie gar Gold – und das ohne Einsatz. Romed Baumann raste in der Kombination auf Titelkurs, ehe ein kapitaler Fehler das Ende seiner Gold-Träume bedeutete, Bronze verpasste er um acht Hundertstel. Nichts zu erben gab es für die Routiniers: Benni Raich und Mario Matt hätten im Finish ihrer großen Karrieren gerne noch einmal Edelmetall geholt, doch Vail 2015 wurde nicht ihre Weltmeisterschaft.

 

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