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Inzinger Ringer übertrafen ZielFasser machte das Septett komplett Der Kraftkerl mit dem Goldkehlchen
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Daniel Gastl (Vierter)./ Foto: GEPA

Daniel Gastl (Vierter) / Foto: GEPA

Der Kraftkerl mit dem Goldkehlchen

„Mit 14 Jahren“, erinnerte sich Daniel Gastl, „da musste ich mich entscheiden: singen oder ringen.“ Der inzwischen 20-Jährige hatte auf den Sport gesetzt – und durfte nun die Ernte einfahren. Bei der Ringer-Staatsmeisterschaft in Innsbruck holte sich der Inzinger schon seinen dritten Staatsmeistertitel (bis 98 kg) ab. Spätestens seit dem Junioren-Vizeweltmeistertitel 2013 stand fest, dass Gastl das Potenzial hat, ein Großer seines Sports zu werden.

 

Für Proben und Auftritte mit den Wiltener Sängerknaben bleibe freilich keine Zeit mehr, so Gastl. „Mein Bruder Mathias singt noch im Chor, der hat auch so ein Goldkehlchen wie ich“, sagte Gastl und lächelte verschmitzt. Er selbst stimme höchstens noch den Siegerjubel an.

 

„Das Ringen macht mir immer Spaß“, betonte der Heeressportler, der bereits den nächsten Weltcup in Szombathely (HUN) im Blick hatte. „Ich trainiere sieben Tage die Woche, denn halbe Sachen mag ich nicht.“ Und wenn man den gestählten Körper des Blondschopfs betrachtet, glaubt man ihm das aufs Wort. Der Staatsmeistertitel sei für ihn schon „etwas Besonderes“, bemerkte er. „Es ist immer schön, wenn man der Beste ist.“

 

Mit Michael Wagner (bis 80 kg) drängte sich bei den Titelkämpfen ein zweiter Inzinger ins Rampenlicht. „Mir ist alles aufgegangen“, analysierte der 21-Jährige seinen zweiten Staatsmeistertitel. Wagner wurde zudem zum technisch besten Ringer gewählt. Also konnte sich Inzing-Obmann Klaus Draxl bei der Siegerehrung entspannt die Hände reiben. Er wusste, was er an seinen Tiroler Kraftkerlen hatte.

 

Wenig Grund zum Jubeln gab es indes im Lager der Höttinger. Franz Pitschmann, der es sich auch mit 59 Jahren nicht nehmen ließ, auf die Matte zu treten, scheiterte schnell und schmerzhaft: „Mir ist im ersten Kampf die Schulter rausgesprungen. Schade, Platz drei wäre für mich drin gewesen“, sagte Pitschmann, nachdem ihm die Ärzte in der Klinik (nicht zum ersten Mal) die Schulter eingerenkt hatten.

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