Übersicht November 2005 Übersicht November 2006 Übersicht November 2007 Übersicht November 2008 Übersicht November 2009 Übersicht November 2010 Übersicht November 2011 Übersicht November 2012 Übersicht November 2013 Übersicht November 2014 Übersicht November 2015 Übersicht November 2016 Übersicht November 2017 Übersicht November 2018 Übersicht November 2019 Übersicht November 2020
JANFEBMRZAPRMAIJUNJULAUGSEPOKTNOVDEZ
Wieder ein Doppel auf dem StockerlMeister Austria stoppte die Euphorie Wahrhaftig vom Winde verweht
Übersicht Suche Meister Extras Start
uebersicht_november Starker Auftritt in Bozen unbelohnt Die Un-Serie ging weiter Ankara-Stars machten den Unterschied Befreiungsschlag der Wacker-Kicker Goldmedaillen scheinbar gepachtet Bittner mit neuem Rekord Enttaeuschung im Doppelpack Olympiatest mit Licht und Schatten Als Hannes einmal laut wurde Am Ende fehlte ein Punkt Special Award für Schroecksi Und wieder Gold für Kathrin Spiel und Kapitaen verloren Bin kein Maertyrer, eher Wegbereiter Rodler schnupperten den Olympiawinter Haie-Fehler liessen Gegner jubeln Hirscher, Matt und Shiffrin Schubert setzte wuerdigen Schlusspunkt Kitzbueheler mit der Nummer neun Vizemeister abgeschossen Lehrgeld für den Europacup Haie zaehmten die Drachen Wieder ein Doppel auf dem Stockerl Wahrhaftig vom Winde verweht Meister Austria stoppte die Euphorie TI-Trio sorgte für Sensation GP-Triumph in Abu Dhabi
Gregor wählt den stufigen Weg der Vernunft / Foto: GEPA

Gregor wählt den stufigen Weg der Vernunft / Foto: GEPA

Wahrhaftig vom Winde verweht

Klingenthal liegt zwar im Osten Deutschlands und dennoch wurden während der TV-Übertragung vom Weltcup-Auftakt der Skispringer Erinnerungen an einen der berühmtesten Hollywoodfilme wach: „Vom Winde verweht“ mit Vivien Leigh und Clark Gable in den Hauptrollen. Mit fast vier Stunden Laufzeit war er seinerzeit der Film mit der längsten Spieldauer. Was das mit Klingenthal zu tun hat? Dort war nach mehrstündiger Startverzögerung wegen Windes der Bewerb schließlich am späten Nachmittag nach dem ersten, nicht vollständig abgewickelten Durchgang abgebrochen und dennoch gewertet worden. Damit hieß der erste Weltcup-Sieger der Olympiasaison Krzysztof Biegun aus Polen, doch mehr als das Ergebnis werden die Ereignisse rund um den Abbruch im Gedächtnis bleiben.

 

Denn Weltcup-Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer und sein „Vize“ Anders Bardal, die letzten beiden Starter im ersten Durchgang, hatten nach extrem langem Zuwarten entschieden, wegen zu großem Risiko nicht mehr zu starten. „Wir haben das gemeinsam besprochen, wir sind schon lange im Geschäft. Wir hatten Wind mit teilweise acht Metern pro Sekunde von der Seite, das ist gefährlich“, sagte Schlierenzauer und dies müsse man sich in einer Olympiasaison schon gar nicht antun. „Jeder kann das einschätzen, dass das von der sportlichen Wertigkeit nicht erste Sahne war. Deshalb haben wir entschieden, dass wir nicht springen“, erklärte Schlierenzauer, der dies nach Rücksprache mit Cheftrainer Alexander Pointner auch tat.

 

Pointner stellte sich voll hinter Schlierenzauer und verurteilte die Vorgangsweise der Jury. Doch nach insgesamt rund fünfstündiger Abrufbereitschaft sei dieser Bewerb von Beginn an eine Gratwanderung gewesen und habe sich dann zu einer sportlichen Wertlosigkeit entwickelt. Pointner: „Wenn jemand länger am Balken gesessen ist, war er einen km/h langsamer, weil auch Schneefall war, und es waren die unterschiedlichsten Winde. Und dann ist es gefährlich geworden.“ Schon vor dem unrühmlichen Ende hatte es aus österreichischer Sicht eine Schrecksekunde gegeben, denn Andreas Kofler hatte zunächst eine sehr unruhige Luftfahrt, ehe er nach vermeintlich gelungenem Aufsprung im Auslauf stürzte und gegen eine Bande krachte.

Mehr über Tiroler Sport unter: [www.tt.com]
Das aktuelle Sportjahrbuch können Sie portofrei beim Haymon Verlag erwerben.