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Für die Schönheit der Ötztaler Gletscherwelt keinen Blick: Leipheimer und Totschnig im Duell um den Sieg am Dach der Deutschland-Tour
Foto: GEPA

Georg die Tour vermasselt

Was besseres als die Tour de France mit dem Etappensieg des Zillertalers Georg Totschnig hätte den Organisatoren der Deutschlandtour, die während dreier Tage in Tirol Halt machten, gar nicht passieren können, denn der Husarenritt des Tirolers hatte die Fans hierzulande geradezu elektrisiert. Kein Wunder, dass tausende begeisterte Zuschauer die Stars der Deutschlandtour im Ziel in der Festungsstadt Kufstein empfingen. Die längste Etappe – von Bodenmais in die Festungsstadt – war der Auftakt zum Tirol-Abstecher, der mit der Königsetappe auf den Rettenbachferner bei Sölden gekrönt werden sollte. Rad an Rad waren die Sprintstars auf den Oberen Stadtplatz eingefahren, Filippo Pozzato hatte den Sprint angezogen, doch sein italienischer Landsmann Daniele Bennati gewann mit einer Radlänge Vorsprung. Totschnig war als Zweiunddreißigster mit dem Feld ins Ziel gekommen, seine Gedanken jedoch waren längst schon bei der nächsten Etappe, dem Teilstück von Kufstein nach Sölden.

 

Denn wie heißt es doch so treffend? In der Heimat gewinnt es sich am schönsten! Aber ausgerechnet Teamkollege Levi Leipheimer machte dem Tiroler Georg Totschnig den Sieg auf der Königsetappe der Deutschland-Tour streitig, nur wenige Meter vor dem Ziel war der Zillertaler vom US-Amerikaner abgehängt worden, der so den erhofften Heimsieg von Totschnig vor tausenden Zuschauern am Rettenbachferner verhinderte. „Es tut mir Leid für den Georg. Ich weiß, dass er unbedingt gewinnen wollte, aber ich fuhr dann mein Tempo weiter, als ich merkte, er kommt nicht mehr mit“, erklärte Leipheimer. Beide hatten Jan Ullrich distanziert und im Duo die letzte brutale Steigung der 172 Kilometer langen Etappe quer durch Tirol in Angriff genommen.

 

Logisch, dass „Totsch“ schäumte, aber selbst Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer verteidigte die nicht vorhandene Teamorder der Chefetage: „Wir wollen die Tour gewinnen, da zählt am Ende jede Sekunde. Rational gesehen war es die richtige Entscheidung, emotional muss ich sagen, Georg hätte in seiner Heimat gewinnen sollen.“ Holczer sollte Recht behalten, Leipheimer ließ sich auch im Zeitfahren den Sieg nicht mehr nehmen, Totschnig beendete die Rundfahrt als Dritter immerhin auf dem Podest, krönte eine sensationelle Saison mit einer starken Leistung.

 

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