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Loitzl und Morgenstern schultern Tourneesieger Kofler / Foto: Parigger

Loitzl und Morgenstern schultern Tourneesieger Kofler / Foto: Parigger

Koflers perfekter Flug zum Tournee-Gesamtsieg

Andi Kofler in Oberstdorf, Gregor Schlierenzauer in Garmisch und Innsbruck – wer würde in Bischofshofen beim großen Tourneefinale am obersten Podest stehen? Blieb es beim Duell zwischen den beiden Stubaiern um den Gesamtsieg oder lauerte irgendwo noch ein lachender Dritter?

 

Viele Fragen auf einmal, die nach dem ersten Durchgang mit nur einem Punkt beantwortet waren – Schlierenzauer hatte sich mit einem etwas verpatzten ersten Durchgang vom Kampf um den Gesamtsieg verabschiedet; und dann standen da noch vier Athleten oben, bereit ans Limit zu gehen.

 

Zunächst Kofler. Kein Daumen blieb ungedrückt: Ob die von Teamkollege Gregor Schlierenzauer, der im Auslauf stand, die von Thomas Morgenstern, der oben auf der Schanze wartete, oder die der 25.000 Fans, die unten im Stadion aus voller Kehle „Ziieeh“ schrien, als Andreas Kofler im zweiten Durchgang über den Bakken in Bischofshofen ging. Bei der Landung eine kurze Stille an der Paul-Außerleitner-Schanze – bis der Skispringer selbst schon vor der Sturzlinie die Arme in die Höhe riss und völlig ausgelassen jubelte. Mit geballten Fäusten, die er immer wieder in den Himmel streckte, kam er endlich zum Stehen.

 

Es sah so aus, als ob der 25-Jährige damit allem angestauten Frust der letzten Jahre freien Lauf ließ. Frust über sein Tief der letzten zwei Jahre. Frust, immer wieder kurz vor einem Sieg gescheitert zu sein – wie damals bei den Olympischen Spielen in Turin, als der Tiroler mit 0,1 Punkten Rückstand dem Kollegen Thomas Morgenstern die Goldmedaille überlassen musste. Wie beim Weltcup in Engelberg, wo er nach dem ersten Durchgang führte und dann den Sieg durch einen bitteren Sturz vergab. „Es war nicht einfach, es waren schwierige zwei Jahre. Ich wusste nicht, was ich falsch oder richtig mache“, sagte Kofler.

 

Diesmal machte er alles richtig. Er bewies, dem Druck standhalten zu können. Diesmal zeigte er, ein Gewinnertyp zu sein. Sein ausgelassener Jubel war keineswegs verfrüht. Auch wenn Janne Ahonen und Simon Ammann noch oben auf der Schanze standen. Der Finne und der Schweizer hatten sich durch starke Sprünge im ersten Durchgang an Koflers Führung in der Gesamtwertung herangetastet. Aber mit seinem zweiten Sprung auf 133,5 Meter nahm Kofler ihnen die Chance, ihn noch einmal einzuholen.

 

„Das ist gewaltig, unglaublich. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich nach zwei so harten Jahren die Tournee gewinne“, freute sich Kofler. Mit ihm, dem bisherigen Unglücksraben der österreichischen Erfolgsadler, freute sich wirklich die gesamte Mannschaft. Schlierenzauer verbeugte sich vor seinem Kollegen aus dem Stubaital, Tagessieger Thomas Morgenstern und der Dritte der Gesamtwertung, Wolfgang Loitzl, trugen ihren Kollegen durch den Schanzenauslauf.

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