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Kitzbüheler Ende – kurz und schmerzvollAufsteiger stoppte Absteiger Schweizer dominierten Olympia-Generalprobe
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Dollinger und Waldmüller im Gleichschritt aus dem Wasser Foto: Mühlanger  / Foto: Mühlanger

Dollinger und Waldmüller im Gleichschritt aus dem Wasser / Foto: Mühlanger

Schweizer dominierten Olympia-Generalprobe

12.000 Zuschauer an der Strecke und Hunderttausende via TV-Übertragung sahen dramatische Weltcupbewerbe am Schwarzsee zum Abschluss des Kitzbüheler Triathlon- Wochenendes. Der Spanier Ivan Rana und die Schweizerin Nicola Spirig konnten die hochkarätig besetzten Rennen in der Olympischen Kurzdistanz (1,5 km – 40 km – 10 km) für sich entscheiden. Über 100 Triathlon-Profis aus der ganzen Welt reisten nach Kitz, um an diesem letzten Test vor den Olympischen Spielen die Form zu überprüfen. Gleich 33 Olympioniken holten sich in Kitz den letzten Schliff für Peking, wohl wissend, dass Wettkampf das beste Training ist.

 

Bei den Damen gewann etwas überraschend die Schweizerin Nicola Spirig, die sich in 1:57:28 Stunden mit sieben Sekunden Vorsprung vor der Französin Carole Peon durchsetzte. Platz drei ging an die Neuseeländerin Samantha Warriner, Vorjahressiegerin Andrea Hewitt, ebenfalls aus Neuseeland, musste sich mit Rang vier begnügen. Als beste Österreicherin landete die Vorjahreszweite Eva Dollinger diesmal auf Rang 12, die junge Wienerin Lydia Waldmüller erreichte bei ihrer Weltcuppremiere den beachtlichen 19. Platz.

 

„Ich hatte beim Schwimmen und am Rad Probleme mit der Kälte“, erklärte die 30-jährige Dollinger nach dem Rennen. „Meine Muskulatur hat zugemacht, ich hatte keine guten Beine.“ Dennoch befand sich die EM-Siebente nach dem Radfahren in der 19-köpfigen Spitzengruppe, aufgrund des nassen Asphalts waren nur wenig Ausreißversuche lanciert worden. Aber schon in dieser zweiten Disziplin waren Spirig und ihre Landsfrauen stark unterwegs. „Ich war total optimistisch und wollte meinen Vorjahres-Erfolg wiederholen“, so Dollinger. „Daher ist das hier schiefgelaufen, es war nicht so ein Gefühl wie letztes Jahr. Vor allem beim Laufen bin ich nicht in den Rhythmus gekommen. Wegen Olympia mache ich mir aber keine zu großen Sorgen.“

 

Bei den Herren entschied der Spanier Ivan Rana nach 1:45:23 Stunden einen wahren Sekundenkrimi mit sechs Sekunden Vorsprung auf den Neuseeländer Kris Gemmell für sich, Sven Riederer aus der Schweiz belegte mit einer weiteren Sekunde Rückstand Rang drei. Bestplatzierter Österreicher wurde Andreas Giglmayer als 27.; Österreichs Olympia- hoffnung Simon Agoston war beim Radfahren gestürzt und musste sich schwer gezeichnet mit Rang 47 zufrieden geben.

 

Der spanische Sieger lieferte eine eindrucksvolle Vorstellung und ließ seine Sieges-Durststrecke in Vergessenheit geraten. Der eher kleine Vorsprung auf den zweitplatzierten Neuseeländer Kris Gemmell von 6,2 Sekunden war die Folge davon, dass Rana sich beim Zieleinlauf ausgiebig feiern ließ. „Es war ein harter Weg zurück“, gestand der 29-Jährige völlig außer Atem. Seinen bisher größten Triumph feierte er mit dem EM-Titel 2002, nun meldete er sich rechtzeitig vor Olympia zurück.

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