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Ron Kennedy erklärt seine PhilosophieFoto:Parigger

Ron Kennedy erklärt seine Philosophie
Foto:Parigger

Craig Darby gegen seinen Vorgänger im HCI-Dress, Todd Elik / Foto:Parigger

Craig Darby gegen seinen Vorgänger im HCI-Dress, Todd Elik / Foto:Parigger

Kennedy soll Talfahrt unter Cortina stoppen

Es war ein Jahresanfang, den sich Pat Cortina wohl auch anders vorgestellt hatte – doch die Gesetze des Sports kennen keine Jahreszeiten, da zählen nur Ergebnisse, an denen werden Spieler genauso gemessen wie Trainer. Vor allem diese.

 

Im Innsbrucker Eishockey stand man just zum Jahreswechsel einmal mehr vor dem Rätsel des Leistungsabfalles rund um die Weihnachtsfeiertage. Was mit einer zwischenzeitlichen Tabellenführung bei Fans und Funktionären für eitel Wonne gesorgt hatte, endete zu Beginn des Jahres 2008 in einer Serie von Schicksalsspielen – vornehmlich für Trainer Cortina. Unterm Christbaum lag der Wunschzettel von Obmann Hanschitz und seinem Team – Rang sechs und damit die vorzeitige Qualifikation für die Play-offs stand da groß geschrieben. Würde dieses Ziel nicht erreicht, schien der vorzeitige Betreuerwechsel gleichsam fixiert.

 

„Wir haben die Spiele teilweise stümperhaft verloren“, ärgerte sich der Oberhai Hanschitz zuletzt immer wieder über Leistungen - wie zum Beispiel beim 2:7 in Linz. Und damit war das erste Saisonziel – Platz sechs – nicht einmal dann sicher, wenn gegen Laibach ein Sieg gelingen sollte. „Wenn wir die besten sechs nicht erreichen, müssen wir Konsequenzen ziehen“, so die Klubführung ohne Wenn und Aber. Die Siegbilanz des Pat Cortina war zu wenig für die Ansprüche der Haie. Sportdirektor Patrick Aronsson war bereits entmachtet worden und ein Ersatz für Pat Cortina war auch schon vor dem ultimativen Schicksalsspiel bekannt: Ron Kennedy. In Innsbruck ein alter Bekannter.

 

Unter diesen Vorzeichen entwickelte sich in der Wasserkraft Arena gegen Laibach und Ex-Hai Todd Elik ein spannendes, phasenweise sogar mitreißendes Spiel. In dem die Fans eine Achterbahnfahrt ihrer Gefühle mitmachten. Nach viereinhalb Minuten schien alles entschieden zu sein. Zwischen den Haien und Laibach stand es 0:0, aber Villach führte bereits gegen den KAC 2:0. Die von Hanschitz vermutete Kärntner Absprache schien wahr zu werden. Ein voreiliger Schluss?

 

In Tirol sorgte unterdessen Todd Elik für Aufsehen. Gewohnt heißblütig leitete er sein Team, das 0:1 machte er auch. Es schien tatsächlich sein Spiel zu werden. Ein voreiliger Schluss?

 

Die Haie zeigten Herz. Zwei Mal brauchten sie nur wenige Sekunden, um einen Rückstand zu egalisieren. Überhaupt war es ein gutes Spiel. Am Ende fehlten drei Minuten. Bis zu diesem Zeitpunkt führten die Haie 5:4 – und der KAC 3:2. Dramatik pur. Leider ohne Happyend. Villach schoss doch noch den Ausgleich und kickte die Haie aus den besten sechs. Am Ende gewann der KAC in der Verlängerung – genau das Ergebnis, das beide Teams glücklich machte. Ein Zufall? Ein schaler Beigeschmack bleibt. Das Schicksal von HCI-Coach Pat Cortina war damit endgültig besiegelt - nicht nur, weil auch das Penaltyschießen gegen die Slowenen verloren wurde.

 

Und noch bevor die Spekulationen über die Nachfolge des beurlaubten Trainers überhand nahmen, meldeten die Haie Vollzug: Ron Kennedy kommt, wird die Mannschaft in der Qualifikation für die Play-off betreuen und hoffentlich einen Platz für die K.-o.-Runde schaffen.

 

„Mit Kennedy haben wir einen absoluten Topmann verpflichten können, der in Innsbruck ja bereits vor 25 Jahren gespielt hat“, war der Obmann sichtlich erleichtert. Immerhin hatte zuletzt auch der HC Bozen um Österreichs ehemaligen Teamcoach (1996–2002) mitgeboten. Doch am Ende entschied sich Kennedy für Tirol. „Ich kenne die Liga. Das Potenzial der Mannschaft stimmt. Ich freue mich auf diese Aufgabe“, ließ Kennedy ausrichten.

 

Der 54-Jährige ist schwere Aufgaben ja nicht nur an der Bande gewohnt. Im Dezember 2006 wurde bei ihm ein bösartiger Gehirntumor entdeckt. Operation, Chemotherapie, ungewisse Zukunft. Doch für Kennedy war eine Rückkehr zum Eishockey klar. „Soll ich vielleicht daheim in Kanada sitzen und warten, dass der Tumor zurückkommt?“, fragte er einmal. Beim HCI wurde er mit enormen Kompetenzen ausgestattet. Denn auch die Funktionen von Sportdirektor Patrik Aronsson musste er übernehmen. Neue Spieler hatte er vorerst keine im Gepäck. Doch dafür hat er Zeit, sein Vertrag schließt die kommende Saison ein.

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