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Mit Kampf und MoralViermal Bronze in Kufstein Finale im Zeichen der Tiroler
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unter joe mayos hammer hofknicks nach triumpf robatsch schafft kleine sensation zwei körbe mehr premiere für karin evas letzter sprung schuh geplatzt, nationenpreis als trost ein schritt nach dem anderen meilenstein für roland ein oldie trumpft auf viermal bronze in kufstein finale im zeichen der tiroler mit kampf und moral lehrgeld und favoritensiege ein traum wird bronzene realität proteste, jubel, entäuschungen übersicht märz

Mario Scheiber immer vorne dabei / Foto: GEPA

Mario Matt voll konzentriert auf der Fahrt zum Sieg / Foto: GEPA

Wahltiroler Stephan Görgl siegt im Riesentorlauf/ Foto: GEPA

Benni Raich –reich belohnt und voll bepackt mit Trophäen / Foto: GEPA

Finale im Zeichen der Tiroler

Langsam aber sicher steuerte die alpine Saison – nach vielen Höhepunkten und einer faszinierenden Weltmeisterschaft – dem Ende zu, die Rennen von Kvitfjell bildeten gleichsam die Degustation für das große Finale in der Schweiz. Und dort oben, im hohen Norden, machte erneut Mario Scheiber auf sich aufmerksam. Genau 24 Stunden vor seinem 22. Geburtstag raste der Osttiroler in der schweren Abfahrt vor den Toren Lillehammers auf das Stockerl. Sein zweiter Platz hinter Hermann Maier und vor Ambrosi Hoffmann glich einer Sensation. „Ich bin sprachlos, im Moment geht alles sehr einfach. Ein Traum, auf dem Podest neben Leuten zu stehen, die vor kurzem noch meine Vorbilder waren“, diktierte der junge Mann aus dem Defereggental der kleinen Reporterschar in die Notizblöcke. Dass er dann an seinem Geburtstag im Super G mit Rang elf vorlieb nehmen musste, war angesichts der Vortagsleistung locker zu verkraften. Zumal Scheiber nach dem Podestplatz in der Abfahrt über 400 Punkte am Konto hatte und sich somit für das Weltcup-Finale in Lenzerheide das Startrecht für alle Disziplinen sicherte.

 

Dort wurde dann gefeiert, dass es eine helle Freude war. Vor allem Tiroler Athleten standen fast permanent im Mittelpunkt des Geschehens. Mario Matt zum Beispiel. Was der Flirscher mit Rang zwei in Kitzbühel angedeutet hatte, setzte er im finalen Torlauf der Saison siegbringend um. Der Slalom-Weltmeister von 2001 gewann vor dem Deutschen Alois Vogl, dem Kärntner Rainer Schönfelder und Slalom-Weltcupsieger Benjamin Raich aus dem Pitztal. Große Worte hatte er ja noch nie von sich gegeben, der Mario, aber die Erleichterung nach diesem Triumph war greifbar. „Schön, dass es noch geklappt hat, denn ich wusste seit Saisonbeginn, dass ich sehr schnell bin. Leider habe ich zu oft gepatzt.“ So Matt, der mit dem versöhnlichen Saisonabschluss auch die persönliche WM-Enttäuschung vergessen ließ.

 

Ähnlich erging’s der Nici Hosp. Nach einem Winter mit ständigen Problemen zeigte die Bichlbacherin genau am Ende noch einmal auf, was möglich gewesen wäre, wenn … Im Riesentorlauf, der logischerweise total im Schatten des Duells um die große Kristallkugel zwischen Anja Pärsson und Jasnica Kostelic stand, hievte sich Nici als Dritte auf das Stockerl, im Slalom gelang ihr ein ähnliches Husarenstück, was ihr ein strahlendes Lächeln entlockte und ein: „Jetzt, wo es vorbei ist, komm ich in Form!“

 

Das galt auch für den Beute-Tiroler, den Stephan Görgl. Der Sohn von Traudl Hecher riss nach seinem ersten Riesentorlauf-Triumph die Skier in die Höhe und sprach von einer immensen Genugtuung, endlich die Trainingsleistungen ins Rennen umgesetzt zu haben. Bode Miller, der Zweitplatzierte, strahlte über den vorzeitigen Gewinn des Gesamtweltcups und jubelte: „Das ist das Größte für einen Skifahrer“, während Benjamin Raich als Dritter den Gewinn der RTL-Spezialwertung feierte, die er sich mit drei Punkten Vorsprung auf Miller holte: „Das ist neben dem Slalomweltcup für mich besonders schön, weil Österreich der Riesentorlauf-Kugel schon lange nachläuft.“

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