Ein neues Siegergesicht


Norweger stürmte das Nightrace. / Foto: GEPA

45.000 Zuschauer im Zielhang der Planai. Und eben dort ein bis in die Zehenspitzen motivierter Marcel Hirscher (24), der an selber Stelle vor 342 Tagen den Weltmeistertitel im Slalom geholt hatte. Und der nach seinem Missgeschick in Kitzbühel – Ausfall nach Halbzeitführung – wieder die alte Hackordnung im Slalom herstellen wollte. Doch die Halbzeitführung hatte Mario Matt inne, sein um zehn Jahre älterer Teamkollege vom Arlberg.

Aber auch zu Matts Sieg sollte es nicht kommen, der Tiroler fädelte nach drei Toren des zweiten Durchgangs ein. „Jetzt stelle ich die Skier eine Woche in den Keller und dann konzentriere ich mich wieder.“ Zu Hirschers Sieg sollte es auch nicht kommen, denn ein gewisser Henrik Kristoffersen, im Vorjahr Junioren-Weltmeister und 19 Jahre jung, zuletzt Zweiter in Kitzbühel, glänzte als neuer Fixstern am Slalom-Himmel: „Es ist unglaublich“, meinte der Norweger im besten Deutsch.

Den Sieg hatte er bereits in Kitzbühel angekündigt, jetzt feierte er tatsächlich seinen ersten Weltcup-Erfolg. Vor Marcel Hirscher. Viel nachgedacht, gesteht der Norweger, habe er vor Durchgang zwei nicht. Die Unbekümmertheit war ihm anzumerken, das lobte auch Marcel Hirscher: „Henrik ist ein guter Skifahrer. Mir gefällt das, wenn jemand technisch so gut fährt.“