„Bronze ist keine Schande“


Penz und Fischler holen Bronze in Oberhof / Foto: GEPA

Andere Sportarten, andere Sitten: Während bei Formel-1-Rennen auf dem Podest mit Champagner „geduscht“ wird, gab es bei der Kunstbahnrodel-Europameisterschaft in Oberhof einen „Kelch“ voller Schwarzbier. Einen großen Schluck durften sich auch Peter Penz und Georg Fischler genehmigen. Verdientermaßen, denn die Tiroler Doppelsitzer eroberten hinter den deutschen Duos Eggert/Benecken und den Weltcup-Dominatoren Wendl/Arlt Bronze.

„Diese Medaille glänzt für uns sehr! Die Bahn in Oberhof liegt uns eigentlich nicht, darum sind wir mit Rang drei wirklich sehr zufrieden“, strahlte Penz. Im vergangenen Jahr durften die beiden Tiroler noch über EM-Gold in Paramonowo jubeln. Dass es mit der Titelverteidigung nicht geklappt hatte, schmerzte das ÖRV-Doppel nicht allzu sehr. „Der EM-Sieg 2012 war eine Sensation. Auf einer deutschen Bahn Bronze holen, ist keine Schande. Außerdem schläft die Konkurrenz nicht“, betonte Penz.

Weniger Grund zur Freude hatte das zweite heimische Doppel Andreas und Wolfgang Linger. Die Absamer Brüder landeten in Oberhof – gleichzeitig auch sechste Weltcup-Station – auf Platz fünf. „Mit diesem Resultat sind wir natürlich nicht happy, aber mit dem ersten Lauf konnten wir zumindest einen Schritt in die richtige Richtung machen“, erklärte Andreas Linger. Bei den Damen gab es wie so oft schwarz-rot-goldene Festspiele. Österreichs Aushängeschild Nina Reithmayer wurde als beste Nicht-Deutsche EM-Fünfte (Weltcup-Achte).