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WM-Trikot als GlücksbringerDer Himmel weinte mit der WSG Handball Tirol mit acht auf einen Streich
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An Jubelposen der Schwazer Handballer musste sich die Konkurrenz im Herbst gewöhnen / GEPA

An Jubelposen der Schwazer Hand-baller musste sich die Konkurrenz im Herbst gewöhnen / GEPA

Handball Tirol mit acht auf einen Streich

Es war schon verblüffend, wie souverän die Schwazer Handballer in diese Meisterschaft starteten – vier Siege nach ebenso vielen Runden waren bereits auf der Habenseite gestanden, gegen Nachzügler Bärnbach peilten die Tiroler den fünften Streich an. Wohl wissend, dass in den Reihen der Steirer der aktuell Führende der Torschützenliste, Milos Djurdjevic, auflaufen würde und man diesen nicht über 60 Minuten neutralisieren können würde.

 

Doch die Stärke der Schwazer liegt auch im Kollektiv begründet – und so gewannen die Tiroler trotz 13 Treffern des Serben mit 33:26 gegen Bärnbach. „Es sieht klarer aus, als sich dieses Ergebnis liest“, meinte Trainer Frank Bergemann. „Wir waren variantenreicher, das war unser Pluspunkt. Außerdem haben wir in der zweiten Halbzeit noch einmal zulegen können.“

 

Langsam aber sicher rätselten selbst die Fachleute und die Konkurrenz stellte sich die berechtigte Frage: Wer kann diese Schwazer stoppen?

 

Zu jenem Zeitpunkt offensichtlich niemand. Nicht einmal – überspitzt formuliert – die Schiedsrichter, die im Spitzenspiel gegen Hard innerhalb von 20 Sekunden zwei Tiroler (Medic und Huber) ausgeschlossen hatten. Doch die Schwazer Reaktion konnte sich sehen lassen, war die einer Spitzenmannschaft: Bis zur Halbzeit machte die Bergemann-Truppe aus einem Ein-Tor-Vorsprung (10:9) einen Drei-Tore-Abstand (17:14). „Der Doppel-Ausschluss war ein Schock, aber wie die Mannschaft das verdaut hat, war sensationell“, meinte auch Trainer Frank Bergemann.

 

In der zweiten Halbzeit gab es ein kurzes Harder Aufflackern, aber schnell war der alte Abstand wiederhergestellt. Die Tiroler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, was auch an der einen oder anderen Zauber-Parade von „Hexer“ Aliaksei Kishov lag. Schlussendlich feierte man einen beeindruckenden 30:23-Auswärtssieg.

 

Eine wichtige Moralinjektion vor dem Topspiel gegen Titelverteidiger Margareten, das die Tiroler dann prompt mit 31:30 für sich entschieden. „Das waren jetzt sieben auf einen Streich“, jubelte Coach Frank Bergemann nach dem siebten Sieg im siebten Spiel. 15:14 hatten die Gastgeber in der Schwazer Osthalle zur Pause geführt, in Minute 40 waren die Gäste erstmals voran (22:21), doch mit einem Zwischenspurt drehte Schwaz die Partie, zog auf 30:26 davon, ehe die Fivers in der Schlussminute den Ausgleich markierten.

 

Es war der vorletzte Akt in einer dramatischen, mit großer Leidenschaft geführten Auseinandersetzung, denn genau fünf Sekunden vor der Sirene traf Michael Miskovez und damit gelang der umjubelte siebte Streich.

 

Zum Abschluss der Oktober-Serie rundeten die Tiroler mit dem 28:27 bei Westwien ihre Erfolgsserie auf acht Siege hintereinander auf, ausgerechnet im letzten Spiel der Vorrunden-Halbzeit riss der Erfolgsfaden und Schwaz musste sich mit einem 27:27-Remis zufriedengeben. Ärgerlich, aber kein Beinbruch.

 

 

 

 

 

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