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Die Berg-und Talfahrt der WSG TirolDie Ringer waren auf dem Holzweg Nicht kleckern, sondern klotzen
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Mit der Meistermedaille nach New York / GEPA

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Die NFL – für Sandro erfüllte sich ein Bubentraum / imago

Die NFL – für Sandro erfüllte sich ein Bubentraum / imago

Platzgummers neue Spielwiese im Big Apple / imago

Platzgummers neue Spielwiese im Big Apple / imago

Der amerikanische Traum – nicht kleckern, sondern klotzen

Der 23-jährige Innsbrucker Sandro Platzgummer hatte schon lange davon geträumt, professioneller Footballer zu werden. 2020 schlug seine große Stunde, er hat es mit Talent, viel Disziplin und Ehrgeiz geschafft, den amerikanischen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Österreichs junge Wilde erobern mittlerweile die Millionenligen jenseits des großen Teiches. Jakob Pöltl spielt bereits im vierten Jahr in der an Basketball-Legenden reichen NBA, derzeit für die San Antonio Spurs; Marco Rossi hat als einer von drei rot-weiß-roten Eishockey-Talenten gar in der erste Runde im NHL-Draft ein Ticket bei Minnesota ergattert. Und jetzt also Sandro Platzgummer.

 

Der 23-jährige Innsbrucker schaffte über das Internationale Pathway Programm (IPP) und die finale Selektion letztlich den Sprung in den Vorbereitungskader der New York Giants, einen der ältesten NFL-Clubs. Platzgummer, als pfeilschneller Runningback eine Stütze der nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa dominierenden SWARCO Raiders, träumte – wie viele Footballer – schon früh den Traum von der NFL. Jener legendären Liga, die bedeutendste im US-Sport, deren Endspiel jährlich Amerika und insgesamt 800 Millionen TV-Konsumenten weltweit in einen Ausnahmezustand versetzt und für einen Milliardenumsatz sorgt; die Super Bowl.

 

Der Traum, als erster Tiroler in dieser „Traumwelt des Sports“ Fuß zu fassen, war just am Höhepunkt der Coronakrise Ende April zur Realität geworden; die Nachricht via Videocall erreichte Sandro in der Innsbrucker Quarantäne gegen zwei Uhr früh. Im Beisein von Familie und Freundin. Da war es Gewissheit, dass die knallharten Monate in Florida im Rahmen des IPP-Trainingslagers mit der gnadenlosen Formel „Aus neun mach vier“ nicht umsonst waren. Im Gegenteil – das Riesentalent kassierte den Lohn für seinen Fleiß und seine Zielstrebigkeit. „Es war ein wahnsinnig schönes Gefühl, die erlösende Nachricht zu bekommen“, so der Medizinstudent, dessen Weg mitten in den Big Apple führt; und das ausgerechnet im Jahr, in dem die NFL ihr 100-jähriges Jubiläum feiert.

 

Zur Erinnerung – am 20. August 1920 hatten 14 Teams in einer Garage in Canton (Ohio) die National Football League gegründet, den ersten Titel (ohne Play-offs oder Endspiel) sicherten sich die Akron Pros aus Ohio. Zwei Gründerteams von damals sind heute noch dabei – die Arizona Cardinals und die Chicago Bears. 1925 kamen die New York Giants dazu, nunmehr die neue Heimat von Sandro Platzgummer. Das Auswahlverfahren aus einem rund 90 Spieler umfassenden Kader um die letzten Plätze im 53-köpfigen Meisterschaftsaufgebot hat der Tiroler dann im Herbst zwar nicht überstanden, aber für das Jahr einen Platz im Practice Squad erhalten – eine einzigartige Möglichkeit für die persönliche und sportliche Entwicklung.

 

Für Raiders-Präsidentin Elisabeth Swarovski hat das „Eigengewächs“ ohnehin bereits Geschichte geschrieben. „Sandro ist die Bestätigung einer großartigen und konsequenten Nachwuchsarbeit sowie der beste Beweis, dass in Österreich ein attraktiver American Football auf höchstem europäischem Niveau gespielt wird. Mehr und besser geht nur in den USA. Sein Karrieresprung ist ein großer Motivationsschub für alle jungen Sportler, die von der großen Karriere träumen.“

 

 

 

 

 

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