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1350 Fans, doch Punkte fehltenAusrufezeichen beim Comeback „Klettern war alles im Leben“
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„Klettern war alles in meinem Leben ... Ich hatte

„Klettern war alles in meinem Leben ... Ich hatte mich hundertprozentig darauf konzentriert.“ / Liebhaber

„Klettern war alles im Leben“

Der 12. Juli 2019 – für Magdalena Röck der Tag, an dem alles zu zerbrechen begann. Nach drei Jahren voller Rückschläge und Schmerzen wollte die 25-jährige Psychologie-Studentin aus Landeck zurück an die Weltspitze. Oder wenigstens ein Erfolgserlebnis feiern. Wie schon in den Jahren 2014 und 2016, als sie in Imst gewonnen hatte.

 

Und dann kam alles anders. In der ersten Qualifikationsroute für den Weltcup im französischen Chamonix war Röck ein Sprung zum nächsten Griff missglückt, die WM-Dritte von 2011 und 2014 konnte den Sturz nicht abfangen, knallte mit dem linken Arm gegen die Wand. Zuerst war da der Schock, dann der Schmerz und schließlich die bittere Gewissheit: Ellenbogenfraktur, Operation, Saisonende.

 

Doch Magdalena weiß, wie man sich zurückkämpft. Enttäuschung wich der Zuversicht und dem Blick in die Zukunft. Bis dann im Dezember die jahrelange Pechserie der Jugend- und Junioren-Weltmeisterin noch einmal verlängert wurde. „Das Metall in meinem Ellenbogen hatte sich gelockert, daher musste ich noch einmal operiert werden. Und irgendwann war klar: 2020 war abzuschreiben.“

 

Röck versuchte den aufkeimenden Zweifel beiseite zu schieben, begann nach dem Muskelabbau aufgrund der Operation langsam wieder mit dem Training. Doch es half nichts. Und so verwandelte sich der Zweifel mehr und mehr zu einem „Nein“.

 

„Dass ich meine Karriere beende, war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich bisher treffen musste“, gestand Magdalena spürbar geknickt und ergänzte: „Klettern war alles in meinem Leben. Ich kenne nichts anderes. Ich hatte mich hundertprozentig darauf konzentriert.“

 

Dennoch war der Rücktritt irgendwie verständlich, denn die sportliche Zukunft schien zu weit entfernt. „Ich hätte dieses Jahr Vollgas trainieren müssen, um nächstes Jahr noch einmal angreifen zu können. Und zugleich war unklar, ob ich es überhaupt noch einmal schaffe nach der schwierigen Verletzung. Da war die Motivation nicht mehr groß genug“, erzählte Röck.

 

Freunde und Weggefährten nahmen die Nachricht mit Wehmut, aber auch mit Verständnis auf. „Mein Weg war in den letzten Jahren kein leichter, deshalb hat es jeder akzeptiert.“ Treffen wird sie viele Kollegen vorerst auf der Uni Innsbruck, wo sich Röck nun ganz ihrem Studium widmet. Und wie könnte es anders sein: Auch dort soll es jetzt steil nach oben gehen.

 

 

 

 

 

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