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Die Hoffnung ging in Tränen unterErstes Podest im 47. Weltcuprennen Greiderer der Stärkste
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Ausgepumpt, aber zweimal bester ÖSV-Kombinierer – Lukas Greiderer / APA

Ausgepumpt, aber zweimal bester ÖSV-Kombinierer – Lukas Greiderer / APA

Greiderer in der Ramsau der Stärkste

Ausgerechnet in Österreich endete die schon fast unheimlich anmutende Siegesserie des Jarl Magnus Riiber. Doch es war kein ÖSV-Kombinierer, der im Rahmen der Doppelveranstaltung in der steirischen Ramsau den Norweger vom Thron holte, sondern der Deutsche Vinzenz Geiger.

 

Von den Österreichern meldete sich der Tiroler Lukas Greiderer mit Rang sechs im absoluten Spitzenfeld. Es war ein echter Härtetest am Fuße des Dachsteins. Denn während es noch beim Springen geregnet hatte, versank wenige Stunden später die Ramsau förmlich im Schnee. Bei unglaublich starkem Schneetreiben fand der Zehn-Kilometer-Langlauf statt; ein Albtraum für die ÖSV-Serviceleute, die mit nassen Verhältnissen spekuliert hatten und noch schnell reagieren mussten.

 

Der Schnee stoppte, statt der angepeilten 22 Minuten benötigte der Sieger, Vinzenz Geiger, 27:29,1 Minuten. Der Deutsche ließ mit einem gewaltigen Schlusssprint Seriensieger Jarl Magnus Riiber hinter sich, der als Zweiter den sechsten Saisonerfolg knapp verpasste. „Das ist einfach genial. Ich wollte ihn unbedingt schlagen, und das ist mir gelungen“, sagte der 22-Jährige, der ein starkes Team mit drei Deutschen in den Top vier anführte.

 

Ein Grenzgang war der Heimweltcup für die ÖSV-Athleten: Lokalmatador Franz-Josef Rehrl, nach dem Springen hoffnungsvoller Dritter, kassierte in der Loipe eine Packung und wurde auf Rang 19 durchgereicht. „Es ist egal, wie gut ich springe, wenn die Form beim Laufen nicht passt“, haderte der Vorjahres-Zweite mit sich.

 

Für den Tiroler Lukas Greiderer ging es indes steil nach oben. Der 26-Jährige landete als Sechster den zweiten Top-Ten-Platz der Saison und sein drittbestes Einzel-Weltcupresultat. Freuen konnte er sich wegen eines brutalen „Hoanigl“ aber erst mit Verspätung: „Meine Finger frieren, die Loipe war langsam, man hat fast nichts gesehen. Wahnsinn!“

 

24 Stunden später kam Greiderer als Fünfter ins Ziel, erneut als bester ÖSV-Kombinierer. „Die Leute wünschen sich, dass ein Österreicher am Podest steht. Ich habe gedacht, dass es sich ausgeht“, erzählte der 26-Jährige. Am Ende der zehn Kilometer hätten die letzten Körner gefehlt. „Aber ich kann mir, mit 5,3 Sekunden Rückstand auf Rang drei, nichts vorwerfen.“

 

Während die Österreicher noch analysierten und die Attacke auf die Stockerl-Plätze auf das Jahr 2020 verschoben, hatte Jarl Magnus Riiber die Verhältnisse ins rechte Licht gerückt und seinen sechsten Saisonerfolg errungen. Diesmal vor seinem Landsmann Joergen Graabak und dem Vortagessieger Vinzenz Geiger.

 

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der in die Steiermark gereist war, wirkte dennoch nicht unzufrieden. Und auch Greiderer selbst sah viel Positives. Speziell an der Schanze hat sich der Tiroler stark verbessert. „Da können wir sehr zufrieden sein, er zeigt konstant gute Sprünge“, lobte Skisprung-Trainer Christoph Bieler.

 

 

 

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