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Steger gewann Ironman in ZellDrei Punkte und eine Torte zum Geburtstag Jubiläum für Ski-Pionier
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Jubilar Heini mit seiner Frau Edith / De Moor

Jubilar Heini mit seiner Frau Edith / De Moor

Jubiläum für den Tiroler Ski-Pionier

Erinnern werden sich wahrscheinlich nur wenige, aber eines steht unverrückbar fest – der Sieger des ersten Alpinen Ski-Weltcuprennens war ein Tiroler! Und just dieser Heinrich „Heini“ Messner feierte im September 2019 einen „Runden“ – seiner Achtziger! Den zelebrierte der Heini im kleinen Kreis mit Familie und Freunden auf der Sattelalm, darunter sein ehemaliger Betreuer Egon Schöpf und ÖSV-Medienchef Joe Schmid.

 

Zur Feier des Tages gab’s ein kleines Golfturnier – „Nichts Großes, eher so zum Spaß. Es war ein schönes Fest“, erzählte seine Frau Edith. Und standesgemäß. Denn langweilig ist ihm nach wie vor nicht – er steht auf dem Golfplatz, fährt mit dem Mountainbike oder bewältigt gerade einen Klettersteig. „Zum Glück geht es ihm gesundheitlich so gut, dass er all das noch machen kann, was er machen will.

 

An seinem 80. Geburtstag, dem 1. September und in diesen Tagen, in denen sich alles um Marcel Hirscher dreht, ist es nur legitim, das Rad der Zeit um über 50 Jahre zurückzudrehen. Am 5. Jänner 1967 schrieb der Obernberger ein Stückchen Wintersport-Geschichte, der er hatte in Berchtesgaden das allererste Rennen – einen Slalom – im von Serge Lang erfundenen Weltcup gewonnen. Fünf Hundertstelsekunden entschieden damals zugunsten von Messner, Frankreichs Legende Jean-Claude Killy landete auf dem vierten Rang, Karl Schranz wurde Siebter.

 

Preisgeld gab es damals keines für den späteren Skischul-Betreiber. Belohnt wurde der künftige Gesamtweltcup-Zweite dafür auf andere Weise. „Bei der Siegerehrung gab es ein Bussi von Uschi Glas, die war ein aufstrebender Star“, erinnert sich Messner.

 

Bei diesem Sieg hatte Messner für ein Novum gesorgt, war mit „nur“ 2,05 Meter langen Skiern am Start. Eine kleine Revolution im Gegensatz zu den bis dahin längeren Ski, die heute im Weltcup fast einen halben Meter kürzer sind. „Zwei Wochen nach meinem Sieg hatten dann alle kürzere Ski“, denkt Messner zurück, der sich ebenso als Erfinder der gebogenen Abfahrtsstöcke sieht („Das haben dann auch alle nachgemacht“).

 

Insgesamt 16 Podestplätze sollte Messner im Weltcup einfahren, dazu kamen Siege in der Lauberhorn-Kombination sowie den Kandahar-Rennen in Sestriere. Außerdem holte der Heini zweimal Bronze bei Olympia (1968 Grenoble/RTL) sowie Sapporo (1972/Abfahrt) und drei WM-Bronzemedaillen.

 

Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport 1972 betreute der Wipptaler das österreichische Ski-Damenteam. Immer mit neuen Ideen und Tatendrang. Das hat sich auch bis heute nicht geändert. Herzlichen Glückwunsch, Heini!

 

 

 

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