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Wacker-Rückschritt bei VorwärtsSilber für Laura „... als ob es Gold wäre“
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Nur Sekunden fehlten zum ganz großen Triumph der Voltigierer/iinnen / Bachbauer

Nur Sekunden fehlten zum ganz großen Triumph der Voltigierer/iinnen / Bach-bauer

„Wir feiern WM-Silber, als ob es Gold wäre“

Das war Riesenpech – denn „Don Rudi“ hatte die Siegerrunde wohl etwas zu früh angehen wollen, genau zwölf Sekunden vor Ende der abschließenden Kür gab der Wallach ein wenig zu viel Gas. Die Seefelder Junioren-Gruppe geriet beim Voltigieren auf seinem Rücken aus dem Tritt und konnte das letzte Akrobatik-Highlight nicht mehr zeigen.

 

Das aufstrebende Team verlor damit das zum Greifen nahe Gold bei der Weltmeisterschaft in Ermelo wahrlich in den letzten Sekunden. Bis nach der zweiten Prüfung von insgesamt drei war die Mannschaft von Longenführerin Martina Seyrling bei ihren ersten internationalen Titelkämpfen auf Weltmeisterkurs gelegen. Dann platzte der Traum für Jana Jakober, Nina und Lena Bachbauer, Sophie Pittl, Clara Ludwiczek und Georg Gabl um 68 Tausendstel mit der Endpunktzahl von 7,972. Es gewann Deutschland mit 8,040 Punkten.

 

„Das ist Sport“, sagte Trainerin Seyrling zum Patzer des Wallachs und hob hervor, dass die Mannschaft bis dahin eine Traumkür gezeigt habe. Seyrling: „Deswegen feiern wir die Silbermedaille, als ob es Gold wäre.“ Sie freute sich zudem noch über den fünften Platz von Jakober im Einzel.

 

Eine Medaille gab es auch für Tirols Voltigier-Aushängeschild Jasmin Lindner. Die 24-jährige hatte in der entscheidenden Kür ganz fest die Zähne zusammengebissen, denn die Zillertalerin wollte eine EM-Medaille, auch wenn der Körper vor Schmerzen fast streikte. „Durch die Kür habe ich mich richtig durchgekämpft. Gut, dass ich Vorsprung hatte, so hat es zu Bronze gereicht. Und deswegen war ich total happy.“

 

Was war passiert? Lindner hatte sich vor dem Abschluss in Ermelo den linken Fuß verletzt, und das, nachdem sie sich drei Wochen zuvor durch einen Sturz einen Haarriss im Kreuzbein und ein Knochenödem zugefügt hatte. Deswegen konnte sie auch nur eingeschränkt auf dem Pferderücken turnen. „Das Kreuz war dann zweitrangig“, sagte die Weltmeisterin von 2016. Mit 8,473 Punkten verwies sie die Piller Vereinskollegin Eva Nagiller um 22 Tausendstel auf Platz vier.

 

Den Titel sicherte sich mit Katharina Luschin eine Österreicherin. Die „blecherne“ Nagiller durfte jedoch auch noch über eine Medaille in den Niederlanden jubeln. Sie gewann mit Romana Hintner im Pas de Deux Bronze, die Tiroler reisten daher – dazu gab es noch Silber für die Junioren-Gruppe aus Seefeld sowie Silber (mit dem Team) und Bronze für Lindner – schlussendlich mit vier Medaillen heim.

 

 

 

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