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Trotz Traumstart verlorenBucher holte Gold, Rennen um Olympia geht weiter „Der schönste Erfolg ...“
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Kitz-Sieger Dominik Thiem genoss die Sektdusche / APA

Kitz-Sieger Dominik Thiem genoss die Sektdusche / APA

Eine fantastische Kulisse – das mehrmals ausverkaufte Tennisstadion in Kitzbühel / GEPA

Eine fantastische Kulisse – das mehr-mals ausverkaufte Tennisstadion in Kitzbühel / GEPA

In der Night-Session behielt Thiem (rechts) gegen Landsmann Ofner den Durchblick – er siegte 6:3, 6:2 / GEPA

In der Night-Session behielt Thiem (rechts) gegen Landsmann Ofner den Durchblick – er siegte 6:3, 6:2 / GEPA

Es ist geschafft – Thiem nach dem Finaltriumph über Albert Ramos-Vinolas / APA

Es ist geschafft – Thiem nach dem Finaltriumph über Albert Ramos-Vinolas / APA

„Der schönste Erfolg meiner Karriere“

„Das war sicher der schönste und emotionalste Sieg meiner Karriere. Vor allem mit dem ganzen Druck, der Spannung und der Stimmung“, erklärte Dominic Thiem, der sich in vier Partien mit drei starken Auftritten ohne Satzverlust die Goldene Gams und 90.390 Euro Preisgeld gesichert hatte. Und der Lichtenwörther legte nach: „Alle Leute sind hinter mir gestanden, das Stadion war bei vier Partien ausverkauft.“

 

Nach dem Doppel-Erfolg des Vorarlbergers Philipp Oswald stellte Österreich erstmals nach 1951 wieder den Sieger im Doppel und Einzel. Denn als der Spanier Albert Ramos-Viñolas an diesem erneut ausverkauften Samstag den Ball ins Out geschlagen hatte, war klar: Der 25-jährige Niederösterreicher holte mit dem 7:6, 6:1 zum ersten Mal das ATP-Turnier in Kitzbühel für sich.

 

Als erster Österreicher nach 26 Jahren Pause – und zudem als erster als Nummer eins gesetzter Spieler der ATP-Tour in der Gamsstadt nach dem Kroaten Goran Ivanisevic im Jahre 1994. Ein großartiger Ausklang einer tollen Tenniswoche.

 

Viermal hatte der Weltranglisten-Vierte vor 5.600 Zuschauern aufgeschlagen – und bei all den Emotionen, die da aufgekommen waren, reihte Thiem den Erfolg unter seinen bisherigen 14 Turniersiegen emotional verständlicherweise ganz oben ein. Heuer war alles dem großen Ziel Heimsieg untergeordnet. Und das mit Erfolg. Eine große Hilfe war dabei auch Neo-Coach Nicolás Massú. Der Chilene, der 2004 in Tirol gewonnen hatte und 2003 im Finale gestanden war, hatte nach dem Matchball Tränen in den Augen.

 

Wie auch immer – mit der Ansage „Nächstes Jahr will ich den Titel verteidigen“, verabschiedete sich Thiem zum Feiern. Nur kurz allerdings, denn das Flugzeug Richtung Kanada wartete gleichsam schon auf der Rollbahn.

 

Und während Thiem in Kanada fortsetzen wollte, womit er in Kitzbühel aufgehört hatte, wurde im Klub und rund um den Centercourt fleißig diskutiert. Denn trotz Jubelstimmung und neuem Zuschauerrekord sind die Pläne und Wünsche der Organisatoren für die Zukunft nicht minder groß.

Verständlich – mit über 51.500 Zuschauern waren heuer so viele Fans wie noch nie in der neuen Ära zu den Generali Open gekommen. Vier von sechs Spieltage waren ausverkauft.

 

Und so erfreut das auch registriert wurde, so wenig Platz bleibt nach oben. „Viel mehr geht nicht. Sogar die Qualifikationstage waren heuer gut besucht“, sagte Turnierdirektor Alexander Antonitsch und fügte dem hinzu: „Wir müssen gemeinsam planen, um den vorhandenen Platz zu optimieren. Das wird in Zukunft nicht einfacher.“ Und auch wenn das 2015 präsentierte und mit 5,2 Millionen Euro dotierte Projekt von Stadionumbau und -sanierung in der Schublade verstaubt, ist das Thema nach so einem Jahr aktueller denn je.

 

„Wir sind dran, die Ideen für den Stadionumbau leben immer noch. Aber es ist schwierig“, erklärte Herbert Günther, Präsident des Kitzbüheler Tennisklubs und Visionär hinter dem Großprojekt. Ein VIP-Bereich sowie eine Reduktion um 400 auf 5.400 Sitzplätze sind involviert. „Die Begeisterung für Tennis in Kitzbühel brennt“, ergänzte Günther, der mit ca. drei Millionen Euro Budget pro Turnier kalkuliert.

 

Das größte Problem indes ist bereits gelöst – Dominic Thiem wird auch 2020 in Kitzbühel aufschlagen. Sein Ja zur Gamsstadt ist ein klares Nein zu Olympia. Die Spiele soll es für ihn 2024 in Paris geben. Dann, wenn möglich, mit einer stattlichen Goldenen-Gams-Sammlung im Schrank.

 

 

 

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