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Max Verstappen auf seiner Siegesfahrt im GP von Österreich / AFP Photo

Max Verstappen auf seiner Siegesfahrt im GP von Österreich / AFP Photo

Doppelter Triumph in Spielberg

Bitte warten hieß es unmittelbar nach der Zieldurchfahrt für Red Bulls Aushängeschild Max Verstappen und den Zweitplatzierten Charles Leclerc im Ferrari. Ein hartes Überholmanöver des Niederländers gegen den Monegassen im Finish des Rennens hatte die Wiederholung des Vorjahressieges zu einer emotionalen Zitterpartie werden lassen. Doch die vier Rennkommissare Tom Kristensen, Nish Shetty, Silvia Bellot und Walter Jobst ließen die Hausherren von Red Bull spät, aber doch doppelt jubeln.

 

Drei Dinge waren unmittelbar nach 71 Runden Österreich-Grand-Prix klar: Die Königsklasse erlebte in der Obersteiermark endlich wieder ein Formel-1-Rennen, wie man es sich wünscht. Zweitens bestätigte Spielberg seinen Ruf als Publikumsmagnet – 203.000 Zuschauer pilgerten an vier Tagen in die grüne Steiermark. Und die bisherigen Dominatoren von Mercedes hatten nichts mit dem Sieg im neunten Saisonrennen zu tun. Valtteri Bottas wurde Dritter, Weltmeister Lewis Hamilton pilotierte seinen Silberpfeil sogar hinter Sebastian Vettel nur auf Rang fünf durchs Ziel.

 

Doch alle drei spielten in Spielberg nur eine Statistenrolle. An der Spitze fuhr der 21-jährige Leclerc ein solides Rennen und sah wie der sichere Sieger aus. Und das ausgerechnet auf seiner Lieblingsstrecke, wo er 2016 (GP3) und 2017 (Formel 2) Triumphe in den Nachwuchsserien eingefahren hatte. Den Formel-1-Triumph verhinderte Verstappen.

 

Das Ausnahmetalent hatte selbst ein emotionales Wechselbad der Gefühle durchgemacht. Beim Start (zweiter Platz) war ihm beinahe der Motor abgestorben, er war bis auf Rang sieben zurückgefallen. Nach dem Boxenstopp begann allerdings die große Show des „Super Max“. Mit frischen Reifen und Honda-Power im Heck schnappte er sich einen Konkurrenten nach dem anderen. Bis es zu der Szene mit Leclerc kam. „Das ist hartes Racing“, stellte der 21-Jährige klar. „Ansonsten müssten wir zu Hause bleiben, wenn das nicht mehr erlaubt ist in der Formel 1.“

 

Das sah die rote Gegenseite natürlich anders: „Wir haben uns berührt und ich bin von der Strecke gerutscht. Dadurch hatte ich keine Chance mehr, einen Konter zu setzen“, so Leclerc. „Für mich war es ziemlich klar. Ich lasse die Sportkommissare die Entscheidung treffen.“

 

Und die schnappten sich zunächst einmal alle Parteien und entschieden erst um 19.49 Uhr auf Sieg für Verstappen. Die Begründung: „Wir kommen bei der Szene zum Schluss, dass kein Fahrer ganz oder mehrheitlich verantwortlich für den Zwischenfall war. Deshalb werten wir es als einen Rennzwischenfall.“

 

 

 

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