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Sky im Rad-Himmel: Tour of the Alps ging an SiwakowKlassentreffen mit Weltrekord Endstation Berlin
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Übersicht April
Halbfinale gegen den regierenden Meister – die Innsbrucker Olympiahalle wurde zweimal zum Hexenkessel, am Ende schied das HYPO-Team gegen Berlin mit einer 1:3-Niederlage aus / Forcher

Halbfinale gegen den regierenden Meister – die Innsbrucker Olympiahalle wurde zweimal zum Hexenkessel, am Ende schied das HYPO-Team gegen Berlin mit einer 1:3-Niederlage aus / Forcher

Gegen groß aufspielende Tiroler gab es für Berlin in Spiel eins nichts zu gewinnen / GEPA

Gegen groß aufspielende Tiroler gab es für Berlin in Spiel eins nichts zu gewinnen / GEPA

Im zweiten Heimspiel nützte auch großer Kampfgeist nichts – Berlin gewann mit 3:1 / Berlin Volleys

Im zweiten Heimspiel nützte auch großer Kampfgeist nichts – Berlin ge-wann mit 3:1 / Berlin Volleys

Platz drei und Bronze für das HYPO-Tirol-Team in der Deutschen Volleyballmeisterschaft / Herfet

Platz drei und Bronze für das HYPO-Tirol-Team in der Deutschen Volley-ballmeisterschaft / Herfet

Es war eine geile Serie – Endstation Berlin

Die Pflicht hatten die Hypo Alpenvolleys schon in der Vorrunde der Deutschen Volleyball-Bundesliga souverän erledigt, der April stand dafür ganz im Zeichen der mit großer Spannung erwarteten Play-offs. Dass die Tiroler im Viertelfinale ausgerechnet den bayerischen Lokalrivalen Herrsching als Gegner hatten, spielte den Schützlingen von Stefan Chrtiansky in die Karten, immerhin waren beide Vorrundenspiele klar mit 3:0 gewonnen worden.

 

Und als dann auch die erste Play-off-Partie nach einem weiteren 3:0 für Hypo abgepfiffen worden war, schien alles angerichtet für den schnellen Aufstieg in das Halbfinale, zumal die Herrschinger (wegen der zu kleinen Heimhalle) das Rückspiel in Unterhaching austragen mussten. Doch erstens kommt es, zweitens als … Denn just dort, gewissermaßen in der „zweiten Heimat“ der Tiroler, wurde Kronthaler und Co. die angepeilte Gala gründlich vermasselt.

 

„Wir haben doch nichts zu verlieren. Alle reden nur mehr davon, wie hoch die Alpenvolleys gewinnen“, hatte des Gegners Coach Max Hauser etwas trotzig vor dem ersten Ballwechsel erklärt und tatsächlich spielte seine Truppe frech darauf los, nahm volles Risiko und brachte damit Tirol völlig aus dem Rhythmus. Am Ende stand eine 2:3-Niederlage an der Anzeigentafel und damit ein Entscheidungsspiel auf dem Programm.

 

Jetzt ging es nach Innsbruck in die Olympiahalle und weil damit eigentlich niemand gerechnet hatte, fand diese Entscheidungspartie praktisch zeitgleich mit dem Fußballschlager nebenan im Tivolistadion zwischen Wacker und Rapid statt. Fazit? Lediglich 400 Fans hatten sich in die Olympiahalle verirrt. Diese sahen zunächst einen erneuten Fehlstart von Kiril Klets und seinen Kollegen, die Gäste gewannen den ersten Satz.

 

Doch plötzlich schrillten die Alarmglocken im Lager der Gastgeber, die drei starken Auftritte in den folgenden Durchgängen (25:19, 25:16, 25:16) entschieden das Spiel noch zugunsten der klar favorisierten Tiroler. Also Ende gut, alles gut! „Ich bin extrem erleichtert. Wenn wir dieses Spiel verloren hätten, hätten wir ein Jahr verloren. Und ich weiß nicht, wie das Projekt Deutschland dann weitergegangen wäre“, erklärte Generalmanager Hannes Kronthaler.

 

Für den Tiroler war die Einwechslung von Sohn Niklas nach dem enttäuschenden ersten Satz („Der gleiche Käse, den wir schon in Spiel zwei gezeigt haben“) ein Schlüsselmoment: „Von da an haben wir die Probleme mit dem Annahmespiel in den Griff bekommen.“ Zur Belohnung dafür gab es ein Halbfinale mit Heimvorteil. Und das noch dazu gegen den regierenden Meister aus Berlin.

 

Schon die erste Begegnung wurde zu dem von Kronthaler versprochenen Volleyballfest. Mehr als 2.000 begeisterte Fans sorgten für eine großartige Kulisse, Erinnerungen an Champions-League-Zeiten wurden wach, das Tiroler Publikum feierte sich und vor allem die Hypo Tirol Alpenvolleys, denn die servierten dem Anhang gleich einen 3:1-Heimerfolg im ersten von fünf möglichen Duellen.

 

Ein Paukenschlag. Mit viel Risiko beim Service und einer stark verbesserten Annahme gegenüber dem Viertelfinale waren die Hausherren stets in Führung, doch bei 24:22, 25:24 und 26:25 versagten zunächst noch die Nerven, ehe Hypos Kirill Klets mit einem starken Service den Satz (28:26) doch noch rettete.

 

Mit der Führung im Rücken starteten die Innsbrucker dementsprechend selbstbewusst in den zweiten Durchgang und zogen gleich einmal mit 7:2 davon. Berlin wankte zu dem Zeitpunkt gehörig – der im Jänner noch schnell verpflichtete russische Aufspieler Sergej Grankin konnte seine Angreifer noch so gut in Position bringen, man scheiterte ein ums andere Mal am dunkelblauen Block.

 

Wenig später leuchtete ein 14:9 von der Anzeigetafel. Die Miene des Berlin-Trainers Enard Cédric war dementsprechend finster. Der Franzose versuchte seine Volleyballer mit lauten Kommandos aufzuwecken. Doch mehr als eine Ergebniskorrektur war für die Gäste nicht möglich – mit 25:20 und einer 2:0-Satzführung ging es für Hypo komfortabel in die kurze Pause.

 

In dieser dürfte Cédric offenbar doch noch die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Stars legten nach einem 3:7-Rückstand den Schalter um und kämpften sich mit einem 25:23 zurück in das Auftaktmatch. Der neunfache Titelträger witterte auf einmal seine Chance und agierte weniger fehleranfällig.

 

Die Alpenvolleys ließen sich jedoch nicht abschütteln und so wechselte die Führung, ähnlich wie im ersten Satz, im Minutentakt: 12:12, 16:16, 20:20 – es war nichts für schwache Nerven. Besonders, als Berlin einen Satzball nach dem anderen hatte. Hypo fightete, ließ nicht locker und wurde am Ende für das gezeigte Kämpferherz belohnt: 31:29.

 

Um 21.26 Uhr stand die Olympiahalle gleichsam Kopf. Der Außenseiter hatte den Berliner Stars eine Lehrstunde erteilt. Headcoach Stefan Chrtiansky sagte: „Das war Wahnsinn! Die Mannschaft hat gezeigt, was in ihr steckt. Das freut mich am meisten.“

 

Auch wenn der bärenstarke Libero der Sieger, Florian Ringseis, anschließend meinte, man wolle in Berlin gleich nachlegen, wusste doch jeder im Tiroler Lager, dass der Meister diese Niederlage nicht so ohne weiteres auf sich sitzen lassen würde. Tatsächlich zeigten die Hauptstädter vor 4.500 Zuschauern ihr „zweites Gesicht“, fertigten Chrtianskys Team im Eilzugstempo mit 3:0 (21, 15, 21) ab. Eine Lehrstunde. Und alle fragten sich, ob der Hypo-Truppe noch einmal eine Gala wie in der ersten Auseinandersetzung gelingen würde.

 

2.500 Fans verwandelten die Olympiahalle in einen Hexenkessel, doch es gab erneut – wie schon in Berlin – kein Zaubermittel gegen die kompakt auftretenden Gäste aus Berlin, die mit zwei Satzgewinnen (25:19, 25:19) davonzogen, den Verlust des dritten Durchganges (15:25) locker verkrafteten und mit einem 25:18 das 3:1 markierten und damit eine Vorentscheidung herbeiführten.

 

Obwohl Halaba und Co. dann in Spiel vier in Berlin vor 4.455 Fans in jedem der drei Sätze geführt hatten, mussten sie sich letztlich doch 3:0 geschlagen geben. Diese klare Niederlage (-24, -19, -23) im vierten und letzten Halbfinalspiel der Deutschen Volleyball-Bundesliga bedeutete einen heiß-kalten Schlusspunkt für die Saison der bayerisch-tirolerischen Spielgemeinschaft.

 

Die Alpenvolleys scheiterten mit dem Gesamtscore von 1:3 in der Best-of-five-Serie am amtierenden Meister, der es nun im Endspiel mit Friedrichshafen zu tun bekam. „Ein, zwei Sätze hätten wir uns schon verdient“, blickte Trainer Chrtiansky mit ein wenig Wehmut auf das Spiel zurück, „wir hatten unsere Chancen. Aber am Ende waren es zu viele Fehler.“

 

 

 

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