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Skisprung-Feiertag für zwei TirolerHirscher ließ keine Kugel aus Åre 2019 – ÖSV-Paukenschlag
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ÖSV-Paukenschlag am Finaltag / GEPA

ÖSV-Paukenschlag am Finaltag / GEPA

Ratlos nach dem Slalom – die viertplatzierte Katharina Liensberger / APA/EXPA

Ratlos nach dem Slalom – die viert-platzierte Katharina Liensberger / APA/EXPA

Ramona Siebenhofer nach dem Super-G im Ziel / GEPA

Ramona Siebenhofer nach dem Super-G im Ziel / GEPA

Nicht zu fassen – Platz vier mit 4 Hundertstel Rückstand für Stephanie Venier / GEPA

Nicht zu fassen – Platz vier mit 4 Hundertstel Rückstand für Stephanie Venier / GEPA

Team-Silber für Matt, Hirschbühl, Truppe, Liensberger, Gritsch und Schwarz / GEPA

Team-Silber für Matt, Hirschbühl, Truppe, Liensberger, Gritsch und Schwarz / GEPA

Ende gut, alles gut bei Lindsey Vonn mit WM-Medaille Nummer acht / AFP Photo

Ende gut, alles gut bei Lindsey Vonn mit WM-Medaille Nummer acht / AFP Photo

Ein Siegerbild mit Seltenheitswert – Slalom-Triple für die ÖSV-Stars Michael Matt, Marcel Hirscher und Marco Schwarz / GEPA

Ein Siegerbild mit Seltenheitswert – Slalom-Triple für die ÖSV-Stars Michael Matt, Marcel Hirscher und Marco Schwarz / GEPA

Åre 2019 – ÖSV-Paukenschlag am Finaltag

Große Sieger, überraschende, oftmals schmerzhafte Niederlagen, viel Show und Spektakel auch abseits der Pisten, Wetterverhältnisse, die oftmals für Verschiebungen und verkürzte Rennen sorgten – die alpine Ski-WM 2019 im schwedischen Åre bot beste Unterhaltung und viel Gesprächsstoff auf allen Ebenen.

 

Während die Norweger kaum aus dem Feiern herauskamen und nach zwei Alpin-Weltmeisterschaften ohne Medaille gemeinsam mit der Schweiz Platz eins im Medaillenranking eroberten, mussten die titel-verwöhnten ÖSV-Stars bis zum letzten Rennen ausharren, ehe Marcel Hirscher für die „goldene Erlösung“ sorgte. Die Norweger als Nummer eins – eine Überraschung? Nicht wirklich! Ob es an der überragenden Unterstützung der zahlreichen Fans gelegen war, die das absolute Highlight dieser Titelkämpfe darstellten? Mag sein, denn selbst wenn die Haupttribüne nicht voll besetzt war: Norwegische Fahnen waren immer zu sehen, norwegischer Jubel fast immer zu hören.

 

Besonders euphorisch fiel dieser aus, wenn norwegische Helden wie Kjetil Jansrud oder Aksel Lund Svindal zu Medaillen fuhren, beinahe ekstatisch, wenn sich Legenden wie Lindsey Vonn verabschiedeten. Oder auch einfach nur freundlich-fair bei jeder Läuferin, bei jedem Läufer. Wie beim ÖSV-Slalom-Medaillen-Hattrick durch Hirscher, Matt und Schwarz.

 

Aus österreichischer Sicht hat die WM zumindest ein perfektes Happy End gebracht. Nicht nur wegen Hirschers Triumph im letzten Augenblick, sondern weil die drei Slalom-Medaillen bei den Herren quasi hell glänzend kaschierten, dass sich die Skination Nummer eins bei dieser WM mehr erhofft hatte.

 

Enttäuschung herrschte vor allem bei den Damen, die erstmals seit 1982 keine einzige Medaille für Österreichs Skiteam eroberten. Denn so gut die Weltcup-Saison für den Großteil der österreichischen Damen auch verlaufen war, so sehr schmerzt die Bilanz der 45. Ski-WM. Lediglich vier Hundertstelsekunden hatten Stephanie Venier (Abfahrt) und Ramona Siebenhofer (Kombi) von einer Medaille getrennt – und anstelle des Jubels gab es Tränen über den undankbaren vierten Rang. Zum Abschluss setzte die Vorarlbergerin Katharina Liensberger die „Blech-Welle“ im Slalom noch fort. Eine bittere Bilanz.

 

Die ÖSV-Ausbeute am Ende lautete einmal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze, das reichte für den vierten Platz im Medaillenspiegel. Mit insgesamt achtmal Edelmetall war Österreich jedoch die klare Nummer eins im Hinblick auf die Gesamtzahl der Medaillen. „Ende gut, alles gut“, fasste ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel die Weltmeisterschaft zusammen, nachdem seine Sportlerinnen und Sportler die Vorgabe im letzten Abdruck erfüllt hatten.

 

Überragend einmal mehr Marcel Hirscher. Mit seiner siebenten Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft und dem (neben vier Silbernen) elften Edelmetall krönte sich der Salzburger auch zum erfolgreichsten männlichen alpinen Skifahrer aller Zeiten. Der 29-Jährige überholte in der ewigen Bilanz die bisherige Nummer eins Toni Sailer. Der „Blitz aus Kitz“ hatte es in seiner Karriere auf sieben Goldmedaillen und eine Silbermedaille gebracht. Bei der Anzahl der gewonnenen Medaillen hat nur noch der Norweger Kjetil-Andre Aamodt mit zwölf eine mehr.

 

Åre war auch der Schlusspunkt für zwei Persönlichkeiten der alpinen Szene. Mit Aksel Lund Svindal und Lindsey Vonn haben zwei große Sportler ihre Karrieren mehr als standesgemäß beendet. Svindal verpasste nur um zwei Hundertstelsekunden sein sechstes WM-Gold, doch auch so hätte für den 36-jährigen Norweger seine Laufbahn mit Abfahrtssilber hinter Landsmann Kjetil Jansrud kaum schöner enden können.

 

Ein ähnliches Happy End gelang auch Lindsey Vonn. Nach einem bösen Sturz im Super-G holte die US-Amerikanerin mit Bronze in der Abfahrt noch ihre achte WM-Medaille und hat nun wie Svindal, Marc Girardelli und Aamodt bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften zumindest einmal Edelmetall geholt.

 

Heller denn je strahlte der Stern von Mikaela Shiffrin: Mit zwei Einzel-Goldmedaillen im Super-G und Slalom, dazu Riesentorlauf-Bronze war sie die erfolgreichste Sportlerin der Åre-WM. Mit vier Goldmedaillen im Slalom hievte sich die 23-Jährige in eine eigene Liga, war es doch bisher noch niemandem gelungen, in einer Disziplin viermal in Folge zu gewinnen.

 

 

 

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