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Des einen Freud, des anderen LeidHeimsieg der besonderen Art In einem Lauf zum Premierensieg
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Reinhard Egger (Mitte) nützte die Gunst der Stunde / APA

Reinhard Egger (Mitte) nützte die Gunst der Stunde / APA

In einem Lauf zum Premierensieg

Wie hat es der unvergessene Rudi Nierlich einmal so treffend formuliert? Wenn es läuft, dann läuft’s! Reinhard Egger kann das nur bestätigen. Nach zehn Jahren im Weltcup fuhr der Langkampfener in Königssee seinen ersten Sieg ein. Zum Feiern blieb allerdings keine Zeit, denn nach seinem Premierenerfolg wollte der Tiroler so schnell wie möglich nach Hause, doch sein Auto war unter den Schneemassen verschollen. „Bei mir daheim warten schon Familie und Freunde, ich bin gespannt, was sie vorbereitet haben. Wir werden sicher auf den Sieg anstoßen. Doch zuerst muss ich mein Auto ausschöpfen. Aber mit einem Sieg macht selbst so etwas Spaß“, so der 29-Jährige.

 

Für seinen Triumph benötigte der Routinier lediglich eine Fahrt. Der zweite Lauf wurde nach 15 gestarteten Athleten wegen zu starken Schneefalls und schlechter Sicht abgebrochen. So erreichte Egger die Nachricht seines Sieges im Aufwärmraum des Starthauses. „Im ersten Moment hat es mich fast ein wenig gewurmt, dass ich nicht noch einen zweiten Lauf zeigen konnte, aber dann haben sich doch gleich die Glücksgefühle durchgesetzt. Ein sensationelles Gefühl“, betonte der Unterländer, der neben seiner starken Fahrleistung auch von der direkt vor ihm vom Schnee gesäuberten Bahn profitierte.

 

Des einen Freud ist des anderen Leid: Weltmeister Wolfgang Kindl startete direkt vor einer Kehrpause und spielte so unfreiwillig Schneepflug. Der Natterer zeigte eine fehlerfreie Fahrt, hielt den Rückstand in Grenzen, musste sich am Ende aber mit Rang elf begnügen. „Recht viel blöder hätte es für mich persönlich nicht laufen können. Es freut mich sehr für Reini, aber für mich war die Entscheidung der Jury, abzubrechen, unverständlich. Ich habe kein Risiko gesehen und bin um meine Möglichkeiten gebracht worden“, war Kindl verärgert.

 

Beinahe hätte es an jenem Tag noch zu einem zweiten rotweißroten Sieg gereicht. In der abschließenden Teamstaffel mussten sich Reinhard Egger, Hannah Prock und das Doppel Thomas Steu / Lorenz Koller nur der deutschen Mannschaft geschlagen geben. Besonders die erst 18-jährige Prock stellte nach ihrem dritten Platz vom Vortag erneut ihr Talent mit einer starken Fahrt unter Beweis. „Wir haben bei der Materialabstimmung alles richtig gemacht und fahrerisch abgeliefert, das hat die Teamstaffel gezeigt“, analysierte ÖRV-Chefcoach René Friedl.

 

 

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