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Ein Traumtag für das TraumpaarKitzbühel angelt sich Pierre Pagé Rot-weiß-rote Festspiele in Igls
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Heimsiege sind immer am schönsten – Steu/Koller triumphierten in Igls / GEPA

Heimsiege sind immer am schönsten – Steu/Koller triumphierten in Igls / GEPA

Rot-weiß-rote Festspiele in Igls

Es war ein kleiner Vulkan, der am Fuße des Patscherkofels kurz vor dem Ausbruch stand: Wolfgang Kindl. Im amtierenden Weltmeister kochte es nach dem ersten Lauf. Nur Platz 18, abgeschlagen, Frust pur! Der Natterer ließ sogar vor der TV-Kamera Dampf ab, Explosionsgefahr damit gebannt. Er war sauer auf die Eismeister, die die Bahn nicht nach seinen Vorstellungen hingestellt hatten.

 

Doch vier Stunden später sah die Welt ganz anders aus: Keine Spur mehr von einem Vulkan, Kindl war emotional wie ausgewechselt und strahlte über das ganze Gesicht. Was war passiert? Mit einem sensationellen zweiten Lauf war der 30-Jährige von aussichtsloser Position noch auf das Podest gerast. Im abschließenden Sprint durfte der Tiroler sogar über den Sieg jubeln.

 

„In meiner ersten Fahrt waren Unsicherheiten drin, die ich so nicht kenne. Ich bin im zweiten Lauf mit der Wut im Bauch gefahren, volles Risiko eingegangen. Ich habe gewusst, dass es weit nach vorne gehen kann. Natürlich hat für den Podestplatz auch Glück dazugehört“, gab Kindl zu.

 

Der Triumph im Sprintrennen folgte dann mit Ansage. „Ich war überzeugt, dass ich da schwer zu schlagen sein werde. Der Bewerb kommt mir entgegen“, so Kindl. Nach den Siegen folgte auch die Entschuldigung bei den Eismeistern für seine Wortwahl: „Das war nicht angebracht.“

 

Mit den Hundertsteln haderte indes Olympiasieger David Gleirscher. Der Stubaier hatte als Vierter bzw. Fünfter (Sprint) seinen ersten Podestplatz jeweils nur hauchdünn verpasst. „Es will im Weltcup nicht sein. Vor dem Wochenende hätte ich aber einen vierten Platz sofort unterschrieben“, erklärte Gleirscher.

 

Nach ihrem Premierensieg war das ÖRV-Doppel Thomas Steu / Lorenz Koller auch im Sprintrennen nicht zu schlagen – und das mit „angezogener Handbremse“! „Unser Coach Tobias Schiegl hat am Start gemeint, dass wir nicht zu viel riskieren brauchen. Außerdem geht mit Selbstvertrauen alles plötzlich viel leichter“, betonte Steu.

 

Birgit Platzer rundete die rot-weiß-roten Festspiele mit ihrem fünften Platz im Damen-Sprint ab. „Drei Siege an einem Wochenende habe ich in 14 Jahren als ÖRV-Coach nicht erlebt. Genial, was wir für einen Teamspirit haben“, schwärmte Friedl.

 

 

 

 

 

 

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