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Zwei Österreicher in der DTM – Lucas Auer und Philipp Eng / imago

Zwei Österreicher in der DTM – Lucas Auer und Philipp Eng / imago

Lichtermeer ... / Tim Upietz

Lichtermeer ... / Tim Upietz

Ein Podium mit Bauchschmerzen oder abgeräumt in der Hitze der Nacht

Eigentlich hätte Lucas Auer in Brands Hatch mit der englischen Sonne um die Wette strahlen müssen – nach Startplatz zwei war er als Dritter durch das Ziel gefahren. Ein toller Erfolg.

 

Doch dem Kufsteiner war nicht nach Sonne und schon gar nicht nach Strahlen. Denn der Mercedes-Pilot hatte mit einem Raketenstart die Führung auf der Traditionsstrecke übernommen und war gerade dabei, sich abzusetzen, als ihn der Unfall eines Konkurrenten seines ganzen Vorsprungs beraubte. „Luggi“ blieb zwar in Führung – doch nach einem im Vergleich zur Konkurrenz späten Boxenstopp war der Kufsteiner seinen Gegnern auf kalten Reifen nicht gewachsen. Zwei Positionen verlor Auer, Platz drei konnte er aber verteidigen und ins Ziel bringen.

 

„Auf dieser schwierigen Strecke Dritter zu werden, ist toll. Aber wenn man in Führung war, will man natürlich lieber gewinnen.“ Das gelang dem Spanier Daniel Juncadella, der seinen DTM-Premierenerfolg feiern durfte.

 

Auch Tag zwei war für den Tiroler nicht gerade optimal verlaufen – bereits in der ersten Runde hatten sich Auer und der niederländische Audi-Pilot Robin Frijns berührt. „Ich glaube, Robin hat sich vielleicht ein bisschen verschätzt und ist mir ins Auto gefahren“, fand der 23-Jährige diplomatische Worte. „Dann hat es uns beide weggedreht, und wir waren erstmal Letzte. Das war schon schlimm.“

 

Aufgeben stand aber nicht zur Debatte, denn „das Auto war sehr gut und schnell“. Die Nummer 22 im Feld kämpfte weiter , ehe es in der Box wieder einmal ein Problem gab und es dadurch zu einer (zu) langen Standzeit kam. Durchgereicht bis Rang 14 nahm der 23-Jährige sein Herz in die Hand und startete eine ambitionierte Aufholjagd, die ihn am Ende auf Rang acht brachte.

 

Auer: „Da haben wir ganz gut zeigen können, dass man auf dieser Strecke doch überholen kann.“ Sogar ohne die Überhol-Hilfe DRS ließ der Neffe von DTM-Boss Gerhard Berger einen Konkurrenten nach dem anderen hinter sich. „Das ist Motorsport“, ließ Lucas Auer kurz und knapp nach dem durchwachsenen zweiten Auftritt auf der Insel kein „Was wäre wenn“ aufkommen.

 

Seine Mercedes-Teamkollegen Paul di Resta (1.) und Gary Paffett (2. / beide GBR) belegten in Brands Hatch die ersten Plätze. Die Gesamtwertung zeigte Paffett vor di Resta, Auer fehlten schon 67 Zähler auf Paffett und 38 auf di Resta.

 

Leider gab es dann für Auer auch in Misano keine Erfolgsmeldung. „Einer hat sich verbremst und mich abgeräumt“, so das Resümee des Mercedes-Piloten nach dem ersten Nachtrennen in der DTM. Ein Spiegelbild der heurigen Saison. Den Sieg beim ersten Auftritt in Misano holte sich ausgerechnet Auers britischer Teamkollege Paul Di Resta.

 

Auch nach dem zweiten Nachtrennen wusste Lucas nichts Positives zu berichten. Noch vor Halbzeit des Rennens war er auf der nassen Fahrbahn ohne Fremdeinwirkung von der Strecke gerutscht – aus der Traum. Eigentlich schade, denn es waren spektakuläre Rennen mit jeder Menge Action: Gleich zwei Safety-Car-Phasen waren angesagt.

 

 

 

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