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HC Bozen feierte einen 3:2 Erfolg über EC Red Bull Salzburg – und ist damit Meister der Erste Bank Eishockey Liga / APA/EXPA

HC Bozen feierte einen 3:2 Erfolg über EC Red Bull Salzburg – und ist damit Meister der Erste Bank Eishockey Liga / APA/EXPA

Eine Bozner Heldensaga

Der HCB Südtirol ist zum zweiten Mal Meister der Erste Bank Eishockey Liga. Für Salzburg ist der österreichische Titel nur ein schwacher Trost.

 

Wie schon 2014 hat der Außenseiter aus Bozen dem finanzstärksten Club der Erste Bank Eishockey Liga die Krönung verdorben. Der via Qualifikation ins Play-off gestartete HCB Südtirol zwang den Favoriten Red Bull Salzburg mit Effizienz und Kampfgeist in die Knie.

Bozen-Vorstand Dieter Knoll sprach nach dem entscheidenden 3:2-Erfolg von einem wahr gewordenen Märchen, schließlich sei man als achte und letzte Mannschaft gerade noch ins Play-off gerutscht.

 

„Wir haben die drei besten Mannschaften Österreichs rausgeworfen. Man sieht, dass Geld alleine noch lange nichts heißt“, sagte Knoll und strich das eigene, bestens funktionierende Team-Gefüge hervor. „Die Mannschaft steht zusammen und kämpft zusammen, das ist der Grund für unseren Sieg.“

 

Entscheidender Faktor war sicher Trainer Kai Sukkanen, mit dessen Engagement im November der Aufschwung begonnen hatte. „Dieses Team ist von ganz unten gekommen, aber die Spieler haben alle ein Riesenherz. Diesen Titel vergesse ich mein ganzes Leben nicht“, schwärmte der Finne.

 

Der routinierte Kapitän Alexander Egger verabschiedete sich indes überglücklich in die Sportpension. „Das ist ein spezieller Moment für mich, das war meine letzte Partie. Ich denke, es gibt keinen schöneren Abschluss für meine Karriere“, sagte der 38-jährige Leithammel.

 

Bei Salzburg regierten hingegen Frust und die Erkenntnis, dass die mangelnde Chancenauswertung im Powerplay und die Kaltschnäuzigkeit der Gäste ausschlaggebend waren. „Das ist eine sehr bittere Niederlage, so grausam ist der Sport. Bozen hat verdient gewonnen. Das Powerplay war die gesamte Saison über unsere Stärke, aber im Finale haben wir in elf Überzahlspielen nicht getroffen“, resümierte Salzburg-Coach Greg Poss.

 

Auch seine Spieler wussten um die Gründe für das Scheitern. „Wir haben wieder einmal keine Tore im Powerplay geschossen. Ich glaube, das hat uns in der Serie das Genick gebrochen“, meinte Dominique Heinrich. Raphael Herburger führte die schlaue Spielanlage der Gäste an. „Typisch Bozen, sie haben sehr klug gespielt, sie sind eine smarte Mannschaft.“

 

Der österreichische Titel ist dabei für die Salzburger Bullen nur ein schwacher Trost. Der HC Innsbruck hatte sich ja nach heroischem Kampf gegen die Vienna Caps bereits in der ersten Play-off-Phase verabschieden müssen.

 

 

 

 

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