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Elch-Rückkehr statt Tiroler HeimsiegVonn nach 364 Tagen wieder Abfahrtssiegerin Absturz bei der Skiflug-WM
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Dunkle Wolken am „Springer-Himmel“ der ÖSV-Adler nach dem Absturz bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf / AFP Photo

Dunkle Wolken am „Springer-Himmel“ der ÖSV-Adler nach dem Absturz bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf / AFP Photo

Ein fataler Sturz beendete Hayböcks WM-Hoffnungen / Reuters

Ein fataler Sturz beendete Hayböcks WM-Hoffnungen / Reuters

Absturz bei der Skiflug-WM

Die Skiflug-Weltmeisterschaften in Oberstdorf – wie immer eine spezielle Herausforderung. Ganz besonders für Österreichs heuer so arg „gebeutelte“ Adler, deren Ziel auf der „Heini-Klopfer-Schanze“ zumindest eine Medaille gewesen war. Doch die Bilanz nach den drei Wettkampftagen ähnelte jener nach der Vierschanzentournee – konkret: Vorgabe nicht erreicht! Was nichts anderes bedeutet als dass den österreichischen Skispringern mit Blickrichtung Olympia ein rauer Wind um die Ohren weht.

 

Denn die Skiflug-WM endete nicht nur medaillenlos für die ÖSV-Adler, sondern auch mit dem schlechtesten rot-weiß-roten Mannschaftsergebnis bei Titelkämpfen vom Monsterbakken. Beim fünften Rang fehlten Clemens Aigner, Manuel Poppinger, Michael Hayböck und Stefan Kraft nach insgesamt acht Durchgängen 86,08 Meter auf Bronzemedaillengewinner Polen. Den Sieg sicherten sich in einer beeindruckenden Flugshow die Norweger vor Slowenien.

 

In den Tagen davor war Michael Hayböck in der ersten Konkurrenz schwer gestürzt, zudem musste Stefan Kraft letztlich zur Kenntnis nehmen, dass ihm – dem Doppelweltmeister vom Vorjahr – im Einzel nur Blech geblieben war. Nicht zuletzt, weil die WM nach dem dritten von vier Durchgängen aufgrund widriger Windverhältnisse abgebrochen werden musste. Und während 25.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena ausgelassen feierten, zog Kraft bedrückt von dannen. Den Titel hatte sich in beeindruckender Manier der Norweger Daniel Andre Tande vor Tournee-Triumphator Kamil Stoch und dem Deutschen Richard Freitag geholt.

 

Cheftrainer Heinz Kuttin stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben – dazu kam eine weitere, beim Kärntner selten gesehene Gemütsregung. Ärger! „Ich bin ein ruhiger und introvertierter Mensch, der die Gespräche sucht. Aber irgendwann reicht es. Du musst arbeiten, Vertrauen geben, du musst ihnen aber auch einmal in den Hintern treten“, betonte Kuttin und fügte energisch hinzu: „Jetzt werde ich viele Sachen abstellen.“

 

Was den Ober-Adler stört? „Die Regenerationszeit ist das Wichtigste, die haben die Burschen einfach zu wenig. Da müssen sie sich selber bei der Nase nehmen“, wetterte er. Und neben dem zusätzlichen Training in der kommenden Zeit werde das einer der wichtigsten Punkte auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang sein. Damit sind Ablenkungen wie Auftritte nebenbei, das Bedienen der sozialen Medien und das Tüfteln am Material in der kommenden Zeit gestrichen. Für wen das gilt? Wohl für alle. Speziell aber für die Mannschaft, die nach Südkorea fliegt.

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