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Geburtsstunde eines SiegersAbsturz bei der Skiflug-WM Elch-Rückkehr statt Tiroler Heimsieg
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Michael Matt und seine große Enttäuschung nachdem Slalom-Out / GEPA

Michael Matt und seine große Enttäuschung nachdem Slalom-Out / GEPA

Henrik Kristoffersen und sein emotionaler Slalomsieg am Ganslernhang / Reuters

Henrik Kristoffersen und sein emotionaler Slalomsieg am Ganslernhang / Reuters

Elch-Rückkehr statt Tiroler Heimsieg

Manuel Feller hatte sein Lächeln nach dem starken zweiten Lauf wiedergefunden. Doch für diesen einen Moment packte er es weg: Fellers Hand ruhte auf der Schulter von Michael Matt. Der Flirscher war im dichten Schneetreiben des Kitzbühel-Slaloms zum tragischen Helden geworden. Er, der hier 18 Jahre nach dem Erfolg seines Bruders Mario triumphieren wollte, starrte ungläubig vor sich hin. Eine Regung im Gesicht von Matt zu suchen, war vergebens. Doch dort, wo Leere herrschte, stand genug geschrieben, um ein Buch zu füllen.

 

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, sagte einer, der sowieso nicht viel sagen möchte. Das galt noch mehr in diesem Moment, nachdem Matt als Halbzeit-Zweiter am Ganslernhang vor über 20.000 Zuschauern aufgrund eines Konzentrationsfehlers (Tor verfehlt) ausgefallen war. „So etwas darf mir nicht passieren“, ergänzte der 24-Jährige im Schneetreiben. „Ich habe mich zu sehr ablenken lassen, das lag auch an der schlechten Sicht.“

 

Vor den Augen des letzten Tiroler Kitzbühel-Slalom-Siegers Manfred Pranger (2005) sowie Bruder Mario (2000) und Benni Raich (2001) war es also nicht der favorisierte Matt, der siegte, sondern der noch höher eingeschätzte Henrik Kristoffersen. Norwegens Edeltechniker war an diesem Tag eine Klasse für sich. Die Lorbeeren und das Siegerpreisgeld von 74.000 Euro gehörten ganz dem exzentrischen Ski-Star.

 

„Es war ein richtig gutes Rennen. Ich bin sehr glücklich, wenn ich in Österreich gewinnen kann – ich wohne ja nicht weit entfernt – in Salzburg“, meinte Kristoffersen, der seinen härtesten Konkurrenten Marcel Hirscher um fast eine Sekunde auf Rang zwei verwies. Damit endeten 362 Tage ohne Weltcupsieg für den 23-jährigen Technik-Spezialisten – zuletzt landete der ausnehmend stark fahrende „Elch“ in der laufenden Saison zehnmal auf dem Podest.

 

Hirscher nahm indes 80 Punkte und 37.000 Euro Preisgeld vom Ganslernhang mit. Der verpasste Rekord von Hermann Maier (54 Weltcupsiege) störte den sechsfachen Gesamtweltcupsieger weniger als die Tatsache, dass der Liebhaber eisiger Pisten im ersten Durchgang auf dem weichen Hang über eine Sekunde verlor. Hirscher: „Das müssen wir uns sicher ansehen.“

 

 

 

 

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