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Wimpernschlag reichte für BronzeTransfercoup für Ortner in Italien Enttäuschung bei den Biathleten
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Die norwegische Staffel triumphierte in Hochfilzen / GEPA

Die norwegische Staffel triumphierte in Hochfilzen / GEPA

Zumindest das Wetter war für die Österreicher strahlend ... / GEPA

Zumindest das Wetter war für die Österreicher strahlend ... / GEPA

Enttäuschung bei den Biathleten

Pech und Pannen schienen die ÖSV-Biathleten beim diesjährigen Heimweltcup zu begleiten. Im Sprint war das Material nur „durchschnittlich“, wie es Trainer Gösweiner diplomatisch ausdrückte. In der Verfolgung „fuchste“ es am Schießstand. Dass sich bei Simon Eder – zum Auftakt in Östersund noch mit Lisa Hauser auf dem Siegertreppchen – der erste Schuss zu früh löste, passte zum Gesamtbild. „Ich hatte einen kalten Finger!“, sagte der Salzburger, den Schneetreiben und knackige minus sechs Grad forderten. Mehr als Platz 28 war für ihn nicht drin. „Ein enttäuschendes Wochenende“, sagte Eder.

 

Wie im Sprint holte Johannes Thingnes Bö den Sieg, auch weil Großmeister Martin Fourcade aus Frankreich mit drei Fehlern im letzten Schießen die Nerven versagten. „Ich war eine oder zwei Sekunden hinter Johannes und wollte schneller schießen, aber das war völlig falsch“, sagte der 62-fache Weltcupsieger.

 

In der Damenverfolgung siegte Anastasiya Kuzmina. Die einzige ÖSV-Starterin Dunja Zdouc wurde 52.

 

Es waren jedenfalls drei Tage zum Vergessen für die österreichischen Biathleten, denn wer sich ausgerechnet von der abschließenden Staffel ein Ergebnis der Versöhnung erhofft hatte, kam ebenfalls nicht auf seine Rechnung. Im Gegenteil – die rund 11.000 Fans erlebten ein Heimteam, das nach Überrundung aus dem Bewerb genommen wurde. Die Höchststrafe sozusagen.

 

Das Unheil hatte in Abwesenheit von Lokalmatador Dominik Landertinger schon in Person von Startläufer Daniel Mesotitsch seinen Lauf genommen. Der Kärntner war als Dritter zum Schießstand gekommen und hatte diesen jenseits des 20. Platzes verlassen.

„Nach den ersten beiden Treffern ging nichts mehr“, resümierte der 41-Jährige enttäuscht.

 

Dass nach Simon Eder auch der 20-jährige Tiroler Felix Leitner nicht an sein Potential herankam, war dem Junioren-Weltmeister am wenigsten vorzuwerfen: „Solche Tage hat man, meine Beine machten zu“, gestand der ehrgeizige Milser zerknirscht. „Für die Staffel brauchen wir alle Topleute“, wusste auch Simon Eder.

 

Vorne ging die Post ohne die Österreicher ab: Norwegen setzte sich ebenfalls ersatzgeschwächt (ohne die Bö-Brüder Johannes Thingnes und Tarjei, aber mit Legende Ole-Einar Björndalen) vor Deutschland und Frankreich durch.

 

Die Revanche folgte in der Damenstaffel (4 x 6 km), wo Deutschland vor der Ukraine und Frankreich triumphierte.

 

Dass die ÖSV-Damen ihre Teilnahme kurzfristig absagen mussten, da nach der Tirolerin Lisa Theresa Hauser auch Dunja Zdouc krankheitsbedingt nicht antreten konnte, passte ins Bild.

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