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Steger siegte auf verkürzter StreckeAndere Sportereignisse im September I „Dieser Sieg ist für meinen Xaver“
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Die Stunde des großen Siegers in Spanien – Stefan Denifl / AFP Photo

Die Stunde des großen Siegers in Spanien – Stefan Denifl / AFP Photo

„Dieser Sieg ist für meinen Xaver“

Angekündigte Siege sind die schwierigsten. Vor allem im Profiradsport und wenn es dann noch – wie bei der Vuelta, der Spanien-Radrundfahrt – auf einen Berg geht. Eine doppelte Herausforderung also – und die meisterte der Tiroler Stefan Denifl mit Bravour. Der 29-jährige Stubaier, der sich einen Tagessieg als Ziel gesteckt hatte, gewann die 17. Etappe der Vuelta und trug sich damit als erster Österreicher nach 82 Jahren Pause in die Siegerliste der prestigeträchtigen Landesrundfahrt ein, die neben der Tour de France und dem Giro zu den Grand Tours zählt.

 

Es war Denifls bisher größter Coup. „Das war immer schon mein großes Ziel. Dieser Sieg ist noch über den Sieg bei der Österreich-Rundfahrt zu stellen. Das ist einfach unbeschreiblich“, meinte Stefan nach dem Triumph.

 

Und der Stubaier, der erst vor wenigen Wochen erstmals Vater geworden war, wusste natürlich sofort, wem er diesen Erfolg widmen würde. „Dieser Sieg ist für meinen Xaver. Ich wusste immer: Wenn ich eine Etappe gewinne, dann mache ich das für ihn“, meinte Denifl, der bei diesen Worten einmal kurz schlucken musste. Und er ergänzte mit einem Schmunzeln: „Ich habe mit meiner Freundin schon telefoniert. Xaver schlief gerade. Aber sie hat mir gesagt, dass er beide Hände über dem Kopf zusammenhält. Er nimmt quasi schon die Siegerpose für den Papa ein.“

 

Dieser Sieg war jedenfalls hart erkämpft: Auf der 17. der 21 Etappen konnte der Profi des irischen Wildcard-Teams Aqua Blue Sport in einer größeren Fluchtgruppe mitfahren, die sich dann am Anstieg zum Alto de Los Machucos mit seinen bis zu 28 Prozent (Denifl: „Erinnert von der Steilheit an das Kitzbüheler Horn“) langsam auflöste.

 

Der Tiroler setzte sich im Finish von seinen Mit-Ausreißern ab und gewann vor Spaniens Altstar Alberto Contador, der seine Abschlusstour fährt. „Zwei Kilometer vor dem Ziel habe ich mich umgedreht und Contador gesehen. Da habe ich mir gedacht, das war’s. Es ist ein Wahnsinn, dass es sich ausging.“

 

 

 

 

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