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Tournee als Drama in drei AktenRekorde für Marcel und Alexis Zagreb war kein Schnee für Favoriten
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In schneller Spur ... / GEPA

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Zagreb war kein Schnee für Favoriten

Nur zwei Tage nach Shiffrins Ausfall konzentrierte sich in Zagreb alles darauf, dass für Marcel Hirscher in Kroatien der bereits 100. Podestplatz möglich war. Alles andere schien nicht interessant – doch dann spielte ausgerechnet ein Tiroler den Spielverderber, war mit Laufbestzeit im ersten Durchgang schlagartig ins Rampenlicht gerückt: der 24-jährige Fieberbrunner Manuel Feller.

 

Mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung war Feller nach einem von starken Windböen geprägten ersten Lauf mit Bestzeit ins Finale gestürmt. Zum ersten Mal in seiner Karriere. Und der gerne zum Spaßen aufgelegte Juniorenweltmeister merkte ehrgeizig an: „Ich habe mir selber geschworen, wenn ich jemals in dieser Situation bin, dann fahre ich voll auf Sieg und bremse auf keinen Fall einen runter.“ Gesagt, getan. Doch die Kampfansage „überlebte“ nur zwei Tore. Ein klassischer „Einfädler“ beendete früh den Traum vom ersten Sieg, von der Premiere auf dem Weltcup-Podest. „Einmal hat man Glück, dann wieder Pech. Das passiert den Besten“, schnaufte Feller durch. Die Show gehörte am Ende anderen Läufern. Vornehmlich jenen, die in der Windlotterie die besten Karten hatten. Dazu zählte Sieger Manfred Mölgg. Der 34-jährige Südtiroler fuhr nach einer Erfolgspause von fast acht Jahren (!) zu seinem dritten Weltcupsieg.

 

 

 

 

Der Mann, um den sich alles im Vorfeld gedreht hatte, tauchte auf Rang sechs auf. Marcel Hirschers Freude hielt sich dementsprechend in Grenzen. „Das war zu wenig. Aber es kann eben nicht immer so gut gehen“, meinte der 27-jährige Salzburger, für den – wie für Shiffrin – ebenfalls eine Serie zu Ende gegangen war. Bei den letzten zwölf Weltcup-Slaloms, die er beendet hatte, lag Hirscher auf Rang eins oder zwei. Zudem hätte der 41-fache Weltcupsieger der Erste werden können, der an einem Ort viermal in Folge gewinnt. Dieser Rekord war vorerst kein Thema mehr. Bester Österreicher wurde der Flirscher Michael Matt, der nach dem zweiten Rang in Levi und Rang sechs in Val d’Isère mit Platz fünf sein drittes Slalom-Spitzenresultat in dieser Saison einfuhr.

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