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Manuel Fettner – ein Mann geht seinen Weg. / GEPA

Manuel Fettner – ein Mann geht seinen Weg. / GEPA

Fettners Weg in die Erfolgsspur

Dem dritten Platz folgte eine schlaflose Nacht. Es waren jedoch nicht die über 50 Glückwunsch-Nachrichten am Handy, weswegen Manuel Fettner kein Auge zutun konnte.

 

Es war der straffe Zeitplan: erst Pressekonferenz nach seinem starken Ergebnis in Kuusamo, dann Kofferpacken und um 1.30 Uhr folgte der Bus-Transfer für den Rückflug aus Finnland. „So konnte ich allen zurückschreiben“, erklärte der Innsbrucker auf der Heimfahrt – müde, aber sehr zufrieden.

 

Sich zu bedanken, war ihm ein Anliegen. Immerhin ist der dritte Platz für den 31-Jährigen etwas Besonderes. Es war erst das zweite Stockerl seit seinem Weltcup-Debüt vor 15 Jahren. Und das erste (ebenfalls Rang drei) lag schon sechs Jahre zurück.

 

Längst war aus dem aussichtsreichen Nachwuchsspringer mit 15 Jahren für viele ein One-Hit-Wonder geworden. Höhepunkt: seine legendäre Ein-Ski-Telemark-Landung beim Team-Weltmeistertitel 2013 in Val di Fiemme.

 

Aber warum sollte er gerade in diesem Winter zu mehr Erfolgen abheben? Weil Fettner „sich auf das Wesentliche konzentriert“, wie er es nach seinem besten Weltcup-Auftakt selbst ausdrückte.

 

Früher verzettelte sich der Material-Tüftler gerne einmal in Anzug-, Schuh- oder Bindungsdetails. Mit wachsender Reife habe er gemerkt, dass er sein Konzept allgemeiner halten müsse. „Und mit 31 Jahren ist alles nicht mehr so einfach. Deswegen bin ich konsequent am Streichen von Sachen.“

 

So änderte er auch die Umfänge beim körperlichen und technischen Training. „Ich habe noch mehr gelernt, auf mich zu hören und Entscheidungen für mich zu treffen“, erklärte Fettner.

 

 

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