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Schwaz rockt die LigaDank Trainereffekt Erfolg für Wacker Jakob Schubert pokerte sich zu Silber
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Ohne Rücksicht auf Verluste ... / KVÖ

Ohne Rücksicht auf Verluste ... / KVÖ

Jakob Schubert pokerte sich zu Silber

Der Mann kann richtig finster schauen. Erst recht, wenn er seine dunkle Sonnenbrille aufsetzt. Wie ein Poker-Ass. Nach Platz vier im WM-Halbfinale ohne die erhofften Trümpfe im Ärmel machte Jakob Schubert in der weltmeisterlichen Vorstieg-Entscheidung wenig Federlesens um seine Taktik.

 

Es hieß in bester Poker-Manier: all in. Alles oder nichts. Und als der Innsbrucker als Viertletzter in die variantenreiche Finalroute einstieg, hielt es längst keinen unter den 9000 Kletter-Fans mehr auf den Sitzen der Megahalle in Paris-Bercy.

 

Schubert sollte später von „Gänsehaut-Feeling“ sprechen. Und einer Begeisterung, die ihn in lichte Höhen trug. Von Beginn an ohne Rücksicht auf Verluste kletterte sich der Weltmeister von 2012 hoch bis in die Mitte der Ausstiegsplatte und übernahm mit einer Höhe von 42+ die Zwischenführung.

 

Und durfte im Anschluss mit ansehen, wie weder der slowenische Saison-Dominator Domen Skofic noch Lokalmatador Gautier Supper an seine Marke herankamen. Plötzlich durfte der Blondschopf sogar von einer Wiederholung des Goldcoups von 2012 an selber Stelle träumen. Einzig Adam Ondra, der wohl beste Kletterer der Gegenwart, konnte das noch vereiteln.

 

Einen Tag nach Boulder-Silber brannte der Titelverteidiger ein Feuerwerk ab und kraxelte als einziger Athlet top. Selten hatte man den tschechischen Wuschelkopf im Anschluss ähnlich aufgekratzt gesehen.

 

Dennoch – vollauf zufrieden resümierte auch Schubert: „Diese Silberne bedeutet mir extrem viel, da ich sie auch für das Team geholt habe.“ Sagte es und verabschiedete sich in seiner Funktion als Athletensprecher zu einer Sitzung, während der Rest des Teams die WM beim „Inder“ gleich um die Ecke des Mannschaftshotels ausklingen ließ.

 

Darunter auch Boulder-Königin Anna Stöhr, die in ihrem sechsten WM-Finale in Folge als Fünfte knapp an einer Medaille – es wäre die fünfte gewesen – vorbeischrammte. So wie tags zuvor im Vorstieg-Finale Jessica Pilz, während Magdalena Röck als Achte ein wenig hinter den Erwartungen geblieben war.

 

 

 

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