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Hirscher-Gala in AdelbodenHypo ohne Fehl und Tadel Reichelt und sein wunderbares Comeback
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Die Triumphfahrt des Hannes Reichelt im Schatten der Eiger-Nordwand. / Foto: EPA/Jean-Christophe Bott

Die Triumphfahrt des Hannes Reichelt im Schatten der Eiger-Nordwand.
Foto: EPA/Jean-Christophe Bott

Reichelt und sein wunderbares Comeback

Das Lauberhorn – neben dem Hahnenkammm der Klassiker für die Abfahrer, ein Rennen der Superlativen, nicht nur wegen der Länge. Hundschopf, Haneggschuss, Österreicherloch – Passagen, die für Gänsehaut sorgen, bei den Läufern genauso wie beim Betrachter zu Hause vor dem TV-Gerät. Und wenn dann noch ein Österreicher gewinnt, trifft das zwar die Schweizer Ski-Seele bis ins Mark, den ÖSV-Fans hingegen können nicht oft genug solche Tage geboten werden.

 

Diesmal setzte Hannes Reichelt die Richtzeit, an der alle zerschellten. Dabei war sein Start gar nicht hundertprozentig gesichert gewesen. Erst mit einer Tasse Ingwertee und einer Tablette Aspirin besiegte er im Vorfeld eine Erkältung – und wenig später mit neuen Skiern die ganze Konkurrenz. Der Wahl-Innsbrucker hatte im Schweizer Wengen das gemacht, was ihn so auszeichnet: In misslicher Lage fand der 34-Jährige ein Rezept, um sich selbst, eine leichte Krankheit und letzte Materialunsicherheiten zu überwinden. Er tüftelte, riskierte – und am Ende des Tages ließ er sich nicht nur für seinen neunten Weltcup-Sieg feiern, sondern zugleich auch für den ersten Triumph bei der Lauberhorn-Abfahrt, der längsten im Weltcup-Geschehen.

 

Für Reichelt war es der zweite große Klassiker-Sieg nach der Hahnenkamm-Abfahrt 2014, wo er mit Bandscheibenvorfall zum Erfolg gefahren war, ehe er drei Tage danach operiert wurde und seine Karriere auf der Kippe stand. Nach Platz eins beim Super-G in Beaver Creek (USA) Ende 2014 war der Sieg in Wengen die Krönung seines oft angezweifelten Comebacks. Zu verdanken hatte er das einer fulminanten Fahrt im berüchtigten Ziel-S. Keine zwei Finger breit betrug der Abstand zwischen Ski und Absperrung bei der riskanten Einfahrt – Reichelt hatte alles auf eine Karte gesetzt. Und genau das machte sich bezahlt: Nach zwei zweiten Plätzen an diesem Ort (2012, 2014) ließ er mit Beat Feuz, Carlo Janka und Patrick Küng ein Schweizer Trio hinter sich.

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