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Auf den Spuren von Onkel GerhardSacchetti ließ die Adler jubeln Platz drei war wie ein gefühlter Sieg
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uebersicht_november Und nun kam Farbe ins Spiel Aehnliche Zahlen, andere Stimmung Derby ohne Kontrolle VC Tirol blieb Dritter Innsbruck gewann 25:23 Zum Schluss verpruegelt Auftakt verlief nicht nach Plan Ein kleiner Schritt aus der Krise Derby-Sieger Vollkraft war sogar im Iran ein Thema Wir waren nicht gut genug Nicht mehr Rennfahrer werden Kein Erfolg bei Gierlinger-Abschied Hengster landete auf Rang fuenf Kreuzband gerissen – Saisonende Ski-Legende feierte Neunziger Bittners Ankunft in der Weltspitze Effektive Haie schrieben wieder an Auf den Spuren von Onkel Gerhard  Platz drei war wie ein gefuehlter Sieg Sacchetti liess die Adler jubeln Kirchbaumer feierte den Siebziger  Realitaet hiess Abstiegskampf Tirol traeumte vom Ryder Cup Bruendl holte zweites Gold Zangerl doppelte nach Hypo nicht zu stoppen Schwaz und HIT zeigten auf Nullnummer gegen Laibach Tiroler Schwimmer ueberzeugten Chakaev war der Unterschied Kopeinik turnte zu Gold Premierensieg gegen den Meister Der Stern glaenzte in Abu Dhabi Im Penaltyschiessen verloren Bitteres Saisonfinale in Schwarzgruen Eva-Maria stuermte den Ski-Olymp Penz/Fischler wahrten Tradition Kombinierer mit Fruehform Kundler Crocodiles schnappten zu Volleyball-Maedels auf dem Vormarsch Im Doppel spielte es sich leichter Nico und Niko im Spitzenfeld An Tagen wie diesen … Adler noch etwas fluegellahm
Nicole bestätigte in Innsbruck ihre große Klasse. / Foto: GEPA

Nicole bestätigte in Innsbruck ihre große Klasse. / Foto: GEPA

Platz drei war wie ein gefühlter Sieg

Kaum waren die letzten Klänge von Dave Brubecks Jazz-Klassiker „Take Five“ verklungen, war die spürbare Anspannung bei Nicol Ruprecht wie weggeblasen. Ein Lächeln noch zur Jury, ehe wenig später feststand, dass die 22-Jährige ausgerechnet beim Finale der Grand-Prix-Serie, noch dazu zu Hause in Tirol in der USI-Halle, auf Platz drei gelandet war.

 

Und dann sprudelte es aus der Unterländerin geradezu heraus: Natürlich sei sie nervös gewesen, natürlich habe sie Druck verspürt. Und man möchte meinen, selbst eine Staatsmeisterin mit mehrjähriger Wettkampferfahrung muss sich nicht für diese Gefühlslage schämen. Und deshalb erfand sie auch einen besonderen Superlativ: „Dass es jetzt so endet, macht mich umso stolzer.“ Als wäre stolz allein nicht genug.

 

Zum dritten Mal im Rahmen eines Grand Prix’ war Ruprecht auf Platz drei gelandet, zweimal war ihr das schon im Jahr 2012 (Brünn) gelungen. „Aber diesmal war die Konkurrenz um einiges stärker“, würdigte Nicol Ruprecht den Augenblick. Dass sie mit dem Ball, den Keulen und dem Band jeweils Vierte wurde, ergänzte das erfreuliche Gesamtbild.

 

Mit dem Sieg hatte Nicol Ruprecht genauso wenig zu tun wie ihre Kolleginnen. Die 19-jährige Russin Margarita Mamun war das Maß aller Dinge, den Gesamtsieg (mit Ball, Band, Keulen und Reifen) hatte man von der Grand-Prix-Königin 2014 erwarten dürfen. 4400 Euro Preisgeld rückten die Realitäten in einem Sport, der außer harter Arbeit, viel Passion und Anmut wenig zu bieten hat, wieder zurecht. Ein Fußballprofi würde sich für diese Summe wohl kaum die Schuhe binden.

 

Nicol Ruprecht, die für Platz drei mit dem Reifen nur einige hundert Euro bekam, hingegen schon. „In der nächsten Zeit werde ich etwas kürzer treten, dann gehe ich meine neue Ballübung an“, erzählte die in Innsbruck von vielen Freunden unterstützte Tirolerin. In ihrer Hütteldorfer Trainingshalle war sie an der Seite von Trainerin Lucia Egermann hingegen eine von wenigen Dauergästen.

 

Was also heißt „kürzertreten“? „Weniger als dreißig Stunden wöchentlich“, nannte Nicol Ruprecht eine Bezugsgröße. Dass es nicht viel weniger sein durften, um sich den Traum von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio zu verwirklichen, wusste sie: „Die Rechnung in unserem Sport ist einfach: Zehn Prozent sind Talent, die übrigen neunzig Prozent harte Arbeit.“

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