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Hosp nutzte ihre letzte ChanceFür Schairer glänzte die Silbermedaille wie Gold Am Monsterbakken in ungeheure Flugsphären
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uebersicht_jan Erst drueckte Gregor der Schuh, ... Fruehe Tore, viele Ausfaelle, zu wenig Konstanz Triumph in der Hoehle der Loewen Toller Start, bitteres Ende Auf Wiedersehen im Aufstiegs-Play-off Viel Arbeit im Hause Linger Hypo-Start im Schongang US-Girl McKennis sprang für Vonn ein Ein aussichtsloser Kampf Jubilaeum eines Hoppalas Endlich in den Top Ten Bronze ist keine Schande Derby wie ein Gluecksspiel Zum richtigen Zeitpunkt Tausend Spuren im Schnee Guggenberger blickte schon nach Sotschi Vonn stahl Maze die Show Premiere in den Top sechs Alles gesetzt, alles gewonnen OeRV-Staffel auf Rang drei Talentprobe von Maria Auer http://www.sportjahr.at/index.php?id=4296 Vorerst ein Ende mit Schrecken Geglueckte Revanche Von Seefeld schwaermte nicht nur Gruber In der Ruhe lag die Kraft Svindal, der grosse Gejagte Paris raechte Innerhofer Hosp nutzte ihre letzte Chance Fuer Schairer glaenzte die Silbermedaille wie Gold Schopf holte sich WM-Silber Medaillenglanz von zwei Seiten
In Vikersund auf Rekordjagd – Gregor Schlierenzauer / Foto: GEPA

In Vikersund auf Rekordjagd – Gregor Schlierenzauer / Foto: GEPA

Am Monsterbakken in ungeheure Flugsphären

Alle waren sie zum Gratulieren gekommen. Einer nach dem anderen: Nicht nur die österreichischen Kollegen, Betreuer und Trainer, sondern auch die ausländischen Kontrahenten. Sie alle würdigten, was dem außergewöhnlichen Skispringer Gregor Schlierenzauer in Vikersund gelungen war. Mit gerade einmal 23 Jahren hatte der Fulpmer seinen 46. Sieg errungen und damit den 14 Jahre andauernden Rekord des Finnen Matti Nykänen eingestellt. Anders formuliert – mit diesem Siegsprung am norwegischen Monsterbakken flog der zweifache Tourneesieger in neue, schier unglaubliche Sphären.

 

Den historischen Sieg bezeichnete der Gesamtweltcup-Führende selbst immer wieder als „geile Geschichte“ und „geilen Wahnsinn“. Anders wusste Schlierenzauer das Vollbrachte erst einmal nicht zu bezeichnen. Obwohl er sich im Vorfeld natürlich öfters Gedanken gemacht hatte über diesen für ihn „kleinen Meilenstein“. Wie es sich für einen „König der Lüfte“ gehört, schrieb er mit einem ungeheuren Flug dieses Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Der 240-Meter-Satz im zweiten Durchgang kürte ihn zum Sieger, vor Simon Ammann und Robert Kranjec. Und damit jagte Gregor ab sofort einen neuen Rekord – den 47. Sieg. Ebenfalls in Vikersund?

 

Leider nein, denn: Gregor Schlierenzauer hatte nur einen Moment lang gezuckt. Doch wer zuckt, der verliert, so knallhart sind nun einmal die Regeln. Das gilt für das recht einfache Kindergartenspielchen „Wer zuerst wegschaut, hat verloren“ ebenso wie für das viel komplexere Skifliegen auf der mächtigen Schanze. Diesmal im leichten Schneetreiben Vikersunds. Dabei hätte es ein Tag für die Rekordbücher werden sollen, „der größte“ sogar, folgt man den Worten Schlierenzauers, dessen Gedanken sich wohl auch in den Nachtstunden um seinen 47. Weltcupsieg gedreht hatten.

 

Doch weil Meilensteine ungern ihre Termine einhalten und Irren auch noch für jene Sportler menschlich ist, die mit 23 Jahren schon alles gewonnen haben, was ihr Sport zu bieten hat, präsentierte der Weltcup-Zirkus vorerst noch ein anderes Bild. Schlierenzauer, 46-facher Weltcup-Rekordsieger (ex aequo mit Matti Nykänen) aus Fulpmes, hatte nach dem Absprung in Durchgang eins ein wenig „gewackelt“, und den zweiten ebenso nicht ideal erwischt und musste sich am Ende mit Rang drei begnügen. „Wenn man mit 103 km/h den Anlauf herunterfährt, dann ist alles sehr sensibel. Beide Sprünge waren sicher nicht ideal“, meinte Schlierenzauer, der Platz drei dennoch in gewohnter Manier „zufrieden“ ins „gelungene“ Wochenende einordnete.

 

 

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