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Pausierender ist einziger SiegerPlatz drei: Mesotitsch krönte sein Comeback Tausend Spuren im Schnee
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uebersicht_jan Erst drueckte Gregor der Schuh, ... Fruehe Tore, viele Ausfaelle, zu wenig Konstanz Triumph in der Hoehle der Loewen Toller Start, bitteres Ende Auf Wiedersehen im Aufstiegs-Play-off Viel Arbeit im Hause Linger Hypo-Start im Schongang US-Girl McKennis sprang für Vonn ein Ein aussichtsloser Kampf Jubilaeum eines Hoppalas Endlich in den Top Ten Bronze ist keine Schande Derby wie ein Gluecksspiel Zum richtigen Zeitpunkt Tausend Spuren im Schnee Guggenberger blickte schon nach Sotschi Vonn stahl Maze die Show Premiere in den Top sechs Alles gesetzt, alles gewonnen OeRV-Staffel auf Rang drei Talentprobe von Maria Auer http://www.sportjahr.at/index.php?id=4296 Vorerst ein Ende mit Schrecken Geglueckte Revanche Von Seefeld schwaermte nicht nur Gruber In der Ruhe lag die Kraft Svindal, der grosse Gejagte Paris raechte Innerhofer Hosp nutzte ihre letzte Chance Fuer Schairer glaenzte die Silbermedaille wie Gold Schopf holte sich WM-Silber Medaillenglanz von zwei Seiten
Der Dolomitenlauf – stets ein Spektakel der besonderen Art / Foto: EXPA

Der Dolomitenlauf – stets ein Spektakel der besonderen Art / Foto: EXPA

Tausend Spuren im Schnee

Für eine Premiere war der Dolomitenlauf auch bei seiner 39. Auflage gut: „Die Russen sind da!“, strahlte Franz Theurl, der Organisator der größten Langlaufveranstaltung Österreichs, und rieb sich zufrieden die Hände. Verständlich, denn erstmals hatte das russische Nationalteam für diese Konkurrenz gemeldet. „Die Besetzung beim diesjährigen Dolomitenlauf ist ausgezeichnet. Es ist alles am Start, was im Langlaufsport vorne dabei ist“, freute sich Theurl über die prominenten Namen aus über 25 Nationen. „Mit dem Langlaufsport geht es wieder bergauf. Die Entwicklung ist toll, das war nicht immer so“, sagte Theurl.

 

Rund 2.000 Teilnehmer (80 Prozent kamen aus dem Ausland) sorgten zusammen mit den mitgereisten Fans für volle Gästebetten von Lienz bis Obertilliach. Gleich im Classic-Rennen hatte das russische Team mit Nikolai Bolotow und Egor Sorin auf den Plätzen zwei und drei aufgezeigt, den Sieg über die 42-Kilometer-Distanz schnappte sich jedoch Stanislav Řezáč aus Tschechien. „Das war ein traumhaftes Rennen, die neue Strecke mit den steilen Anstiegen und schweren Abfahrten ist wirklich hart zu fahren“, resümierte der Vorjahreszweite und Gewinner von 2011. Bis drei Kilometer vor dem Ziel war er von seinem Sieg überzeugt gewesen, doch „plötzlich bekam ich schwere Beine und die beiden Russen holten auf. Ich bin froh, dass ich meinen Vorsprung ins Ziel brachte.“ Der Vorarlberger Martin Sutter war als Siebter bester Österreicher.

 

Selbst ein so genannter Superstar ist vor Fehlern nicht gefeit. Und so griff Petter Northug – oder besser gesagt sein Betreuerteam – bei der Wachswahl zur falschen Tube. Doch der Doppelolympiasieger ließ sich vom einsetzenden Schneefall beim 39. Dolomitenlauf nicht beirren und setzte sich in der 22-köpfigen Spitzengruppe fest. Dass es trotz verkorksten Beginns sogar noch für Platz drei reichen würde, hatte der Norweger lange Zeit nicht für möglich gehalten: „Ich dachte, es geht in meiner Gruppe nur noch um den vierten Platz. Als ich erfuhr, dass es ums Podium geht, gab ich alles.“ Zum Leidwesen der beiden Italiener Cristian Zorzi (4.) und Pietro Piller Cottrer (5.) zündete Northug im Zielsprint den Turbo.

 

Die schnellsten Beine beim großen Dolomitenlauf im freien Stil hatte jedoch der Italiener Sergio Bonaldi, der 15 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke setzte und vor dem Slowaken Martin Bajčičák den Sieg einstreifte. Ex-Biathlet Bonaldi holte für Italien den vierten Sieg in Serie, im Ziel kochten bei ihm die Emotionen hoch: „Ich kann es gar nicht glauben, dass ich den Dolomitenlauf gewonnen habe“, stammelte er mit Tränen in den Augen.

 

Über die 20-Kilometer-Distanz gelang ÖSV-Läufer Johannes Dürr eine doppelte Überraschung: zum einen, weil der Niederösterreicher spontan die Kurzdistanz dem 42-Kilometer-Klassiker vorzog. Zum anderen, da ihm den Sieg trotz ansprechender Leistungen bei der Tour de Ski kaum jemand zugetraut hatte. „Ich lief immer unter den Ersten im Feld, und drei Kilometer vor dem Ziel hab’ ich Gas gegeben. Es war ein super Lauf“, freute sich der 25-Jährige.

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