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Claudia behält die Übersicht / Foto: GEPA

Claudia behält die Übersicht / Foto: GEPA

Claudia Toth sorgte für Medaillenpremiere

Keine improvisierte Medaillenfeier, kein knallender Sektkorken, nichts. „Wir haben uns etwas vom Chinesen geholt und das war’s. Um halb elf bin ich todmüde ins Bett gefallen.“ Als Claudia Toth mit der WM-Bronzemedaille im Gepäck von der Mixed Double Curling-Weltmeisterschaft aus Erzurum in der Türkei zurückkehrte, hatte sich die Müdigkeit bis in die Haarspitzen geschlichen. Zu sehr steckte der Kitzbühelerin der weltmeisterliche Finaltag samt abendlicher WM-Feier in den Knochen. Schließlich galt es, das erste Edelmetall für Österreichs Curlingsport bei einem Großereignis standesgemäß zu begießen.

 

Ein Edelmetall, welches durchaus das Prädikat sensationell verdient hatte. Denn Curling genießt hierzulande einen ähnlichen Stellenwert wie das Kunstbahnrodeln in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mehr noch: Um das heimische Curling ist es unterirdisch bestellt. Zumindest, was die Lage des Leistungszentrums betrifft. Die einzige Curlinghalle Österreichs ist in den Kitzbüheler Mercedes-Benz Sportpark integriert – im Kellergeschoss, „im allerletzten Eck“, wie Toth augenzwinkernd versicherte.

 

Begonnen hatte alles ein paar Etagen höher. Am Lebenberg, nur einen ambitionierten Steinwurf vom elterlichen Anwesen entfernt. „Beim Eislaufen haben Karina (Schwester und ebenfalls Nationalteamspielerin, Anm.) und ich einmal als kleine Mädchen zugeschaut und sind irgendwie hängen geblieben.“ Die Curlingbahnen am Lebenberg sind inzwischen dem Erdboden gleichgemacht, geblieben ist der verstaubte Ruf. „Bei uns verbindet man Curling immer noch mit Hausfrauensport.“

 

Dabei, wird Toth mit schriftdeutschem Zungenschlag nicht müde zu betonen, handle es sich um eine höchst komplexe Sportart – die nebst ihren mentalen und technischen Komponenten auch dem Körper vieles abverlange. „Es ist ähnlich wie beim Biathlon. Beim Wischen schnellt der Puls schon auf 180, 190 hoch, dann bleibt dir gerade einmal eine halbe Minute zum Durchschnaufen, um den Stein im Millimeter- und Hundertstelbereich richtig abzulegen.“

 

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