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Zu Hause rodelt und siegt es sich leichter  / Foto: Parigger

Zu Hause rodelt und siegt es sich leichter / Foto: Parigger

Drei Medaillen dank Heimvorteil

Österreichs Naturbahnrodler nutzten bei der Weltmeisterschaft in Umhausen den Heimvorteil beinhart aus – einmal Gold und zweimal Silber lautete die ausgezeichnete Bilanz nach tollen Renntagen. Ein Mann großer Worte ist er nicht, der neue Weltmeister der Naturbahnrodler. Gerald Kammerlander zählt zu jener Kategorie Spitzensportler, wie einst der Schwede Ingemar Stenmark. Sparsam mit Worten, dafür umso spendabler mit Höchstleistungen. Und eben diese lieferte der Ötztaler im entscheidenden dritten Lauf der Naturbahn-WM in Umhausen-Grantau ab.

 

Cool wie die Eisbahn selbst ratterte er mit nahezu 100 km/h dem Ziel entgegen – und unter dem Jubel der rund 2.000 Zuseher verkündete Platzsprecher Martin Böckle: „Gerald, du bist neuer Weltmeister, Wahnsinn!“ Der stieg von seinem Arbeitsgerät, blickte kurz auf die Videowall, nahm es zur Kenntnis und fiel seinem Vater Bruno in die Arme. „Ich bin sprachlos, kann es überhaupt noch gar nicht fassen. Das dauert, aber ich bin überglücklich“, sagte er und eilte, begleitet von der Nationalen-Anti-Doping-Kontrolle (NADA), an das stille Örtchen.

 

Derweil wischte sich Vater Bruno Kammerlander, der Bahnchef, die Freudentränen aus den Augen. „Ein Traum ist wahr geworden, lange haben wir darauf hingearbeitet“, sagte er und nahm die Glückwünsche des gesamten Nationalteams entgegen. Rodelpräsident Friedl Ludescher überreichte die Blumensträuße bei der Flower-Zeremonie. Da strahlte mit Robert Batkowski der zweite Tiroler vom Stockerl. Mit zweitbester Zeit im entscheidenden dritten Lauf überholte er noch den bisherigen Weltmeister Patrick Pigneter aus Südtirol. Glücklich? „Ja, wenn dann, wenn nicht heute?“, glänzten Batkowskis Augen.

 

Weniger glücklich war Melanie Batkowski. Der vierte Platz war doch eine Enttäuschung. Mit einer Medaille hatte man bei den Damen ebenso gerechnet wie bei den Herren-Doppelsitzern. Aber beide Male gab’s „Blech“ – sprich den 4. Platz. Dafür waren Gold und Silber bei den Herren Entschädigung pur. Und dazu Silber im Teambewerb. Die Medaillenbilanz: eine Gold- und zwei Silbermedaillen.

 

Rund 6.000 Besucher an den Renntagen waren ein Hammer. Die Bahn des Bundesleistungszentrums, die für 100.000 Euro auf den modernsten Stand gebracht worden war, präsentierte sich absolut würdig für eine WM. Und kommendes Jahr folgt im Jänner ein Weltcup. Die TV-Bilder via Internet – rund 15 Millionen Kontakte wurden registriert – lassen keine Frage bezüglich Werbung offen. „Unbezahlbar“, brachte es Martin Böckle auf den Punkt. Und Weltmeister Gerald Kammerlander? Der nickte.

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