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Im Ländle gab’s nichts zu gewinnen Adler im Team noch stärker Nina hadert mit dem Augenblick ...
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Rang vier war nur ein schwacher Trost für Nina / Foto: Parigger

Rang vier war nur ein schwacher Trost für Nina / Foto: Parigger

Nina hadert mit dem Augenblick und die Lingers jubeln über Gold

Ein Wimpernschlag ist beim Kunstbahnrodeln oft eine Ewigkeit. Markus Prock kann viele Lieder davon singen. Ein Wimpernschlag kann über Freud oder Leid entscheiden. Das musste auch Nina Reithmayer bei der WM im italienischen Cesana zur Kenntnis nehmen. Denn die Olympia-Zweite von Vancouver verfehlte um den Hauch von 57 Tausendstel-Sekunden die Bronze-Medaille, musste sich mit „Blech“ begnügen.

 

Gold sicherte sich Tatjana Hüfner vor Landsfrau Natalie Geisenberger und Alex Gough aus Kanada. „Natürlich bin ich enttäuscht. Bei einer WM zählen eben nur die Medaillen. Ich bin hergekommen, um eine zu gewinnen, das habe ich leider knapp nicht geschafft. Auf der anderen Seite ist der vierte Platz mein bestes Saisonergebnis. Aber jetzt ist einmal die Enttäuschung größer als die Freude über dieses gute Ergebnis“, erklärte eine sichtlich niedergeschlagene Reithmayer im Ziel. Nicht nach Wunsch lief es auch für Veronika Halder, die Platz sieben einfuhr.

 

Bei den Herren konnte Daniel Pfister mit Platz sechs seinen Aufwärtstrend bestätigen, Edelmetall war aber doch zu weit entfernt. Gold ging an den Top-Favoriten Armin Zöggeler. Der italienische „Hausherr“ sicherte sich seinen bereits siebten WM-Titel und bleibt im Olympia-Eiskanal von Turin weiterhin ungeschlagen. Wolfang Kindl, der wegen eines Kahnbeinbruchs sein letztes Saisonrennen bestritt, wurde Achter. Reinhard Egger und Manuel Pfister verpassten die Top Ten. Ganz ohne Edelmetall blieben die ÖRV-Herren aber nicht. In der U23-Wertung gab es Silber für Kindl, Bronze für Egger.

 

Besser lief es für die rot-weiß-roten Doppelsitzer. Andreas und Wolfgang Linger lagen sich im Auslauf der Olympiabahn von Cesana in den Armen. Die beiden Brüder aus Absam wollten sich gar nicht mehr loslassen. Ebenso wenig wich das Strahlen aus ihren Gesichtern. Kein Wunder: Österreichs Vorzeige-Doppelsitzer eroberte nun auch WM-Gold. Amtierende Olympiasieger, Europameister und seit Cesana noch Weltmeister – Andreas und Wolfgang Linger sind bei den jüngsten Großereignissen einfach nicht zu schlagen.

 

Mit zwei souveränen Laufbestzeiten verwiesen die Lingers im Eiskanal von Cesana die Italiener Oberstolz/Gruber (+0,232 Sekunden) und die Letten Sics/Sics (+0,448) auf die Plätze. „Ich bin wirklich erleichtert und sehr glücklich“, konnte Andreas Linger die Geschehnisse kaum in Worte fassen. Für die Lingers war es nach 2003 bereits der zweite WM-Titel. Von Erfolgen gesättigt sind die Tiroler deswegen aber noch lange nicht. „Wir haben nichts dagegen, wenn es so weitergeht. Wir sind jetzt süchtig nach weiteren Titeln!“, sind sich die beiden „Gold-Rodler“ einig.

 

Die Korken haben die Lingers gestern aber nicht großartig knallen lassen. So schnell wie möglich packten sie ihre Siebensachen und reisten in die Heimat. Wolfgang Linger wollte unbedingt zu seinem erst 14 Tage jungen Sohn Raphael nach Hause. „Ich habe etwas Besseres zu tun als ein paar Gläser zu heben. Bei allem Rodel-Erfolg, mein Sohn ist jetzt das Wichtigste in meinem Leben“, betonte der Jungpapa.

 

Ist gar der Spross des jüngeren Linger verantwortlich für den Höhenflug? Immerhin konnte das Onkel-Vater-Gespann beide Rennen seit der Geburt gewinnen. „Mit Sicherheit! Jetzt werden uns noch zwei kleine Daumen mehr gedrückt. Zudem haben wir noch einen Baby-an-Bord-Sticker auf unserem Schlitten, den wir von unseren Teamkollegen geschenkt bekommen haben“, schmunzelt Wolfgang Linger.

 

Die Freude über Gold wurde durch den Sturz des zweiten ÖRV-Schlittens Peter Penz/Georg Fischler getrübt. Das Duo lag nach dem ersten Durchgang noch auf Platz drei. Auf dem Weg zur Bronze-Medaille stürzten die beiden Tiroler kurz vor dem Ziel und landeten schließlich auf dem enttäuschenden 14. Rang. „Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Es war ein dummer Fahrfehler, der in Cesana bei über 130 km/h eiskalt bestraft wird“, schüttelte Penz, der nach dem Abflug am Ellbogen genäht werden musste, den Kopf.

 

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