Übersicht Dezember 2005 Übersicht Dezember 2006 Übersicht Dezember 2007 Übersicht Dezember 2008 Übersicht Dezember 2009 Übersicht Dezember 2010 Übersicht Dezember 2011 Übersicht Dezember 2012 Übersicht Dezember 2013 Übersicht Dezember 2014 Übersicht Dezember 2015 Übersicht Dezember 2016 Übersicht Dezember 2017 Übersicht Dezember 2018
JANFEBMRZAPRMAIJUNJULAUGSEPOKTNOVDEZ
Haie gingen in Graz unterSimon profitierte vom Nebel Raich ließ sich nicht zweimal bitten
Übersicht Suche Meister Extras Start
Übersicht Dezember Denifl taute in der Kälte auf Die Doppelsitzer retten die Ehre HCI mit späten Toren Tanzend zum Weltmeistertitel Endlich Lob von Achammer Die Körbe hängen hoch für die Tiroler Den Erzrivalen aus der Halle geschmettert Sigulda war eine Reise wert Hatti feierte seinen Sechziger In der Slowakei war nichts zu holen Schwazer Handballer in Derbystimmung Jugend der Welt trifft sich in Innsbruck und Seefeld Haie gingen in Graz unter Raich ließ sich nicht zweimal bitten Simon profitierte vom Nebel Stampfer pokert in Richtung WM Den Schiegls fehlten nur Tausendstel HCI-Spieler verteilten frühe Geschenke Biathlon-Staffel kämpfte sich ins Rampenlicht Das Comeback am Olympiaberg HIT demolierte den Meister Olympiakos war eine Nummer zu groß Wenn die Staffel Freude macht Hosp forderte Pärson Superadler Gregor flog allen davon Im Schatten des Drama Ron Kennedys tragisches Schicksal Ammann drängt ÖSV-Adler in die Verfolgerrolle Alle Neune endlich am Foto
Benni Raich kehrt zum Siegen zurück / Foto: GEPA

Benni Raich kehrt zum Siegen zurück
Foto: GEPA

An dieses Siegerbild wird sich Raich gerne erinnern  / Foto: GEPA

An dieses Siegerbild wird sich Raich gerne erinnern / Foto: GEPA

Raich ließ sich nicht zweimal bitten

Das war der Benni Raich wie man ihn kennt – von Platz acht raste der Pitztaler mit totalem Risiko zum Sieg. Im Riesenslalom von Beaver Creek gewann der Tiroler nach genau 363 sieglosen Tagen endlich wieder einmal – und zwar sein insgesamt 31. Weltcuprennen.

 

Knapper geht es ja wirklich nicht mehr! Eine Hundertstel Vorsprung reichte dem Benjamin zum Triumph. Dabei hatte es im ersten Durchgang ganz und gar nicht nach einem Erfolg des „Blitz aus Pitz“ ausgesehen. Aber Ausnahmekönner wachsen in Bedrängnis über sich hinaus. Und nach 363 Tagen ohne Sieg und als Achter mit 1,05 Sekunden Rückstand aus dem ersten Durchgang war Raich in großer Bedrängnis. Hatte nichts zu verlieren. Also ging er im zweiten Durchgang auf volles Risiko. Während Lokalmatador Ted Ligety im zweiten Durchgang nicht über Rang 13 hinauskam, brauste der Pitztaler noch mit zweitbester Laufzeit aufs oberste Stockerl und kam als einziger ÖSV-Läufer in die Top Ten an diesem Tag.

 

„Vor dem Rennen habe ich mir schon etwas ausgerechnet, aber nach dem ersten Durchgang war es natürlich sehr schwierig. Ich habe dann probiert, alles am Limit zu fahren. Im unteren Teil ist mir das im Gegensatz zum ersten Durchgang auch gelungen“, lautete der erste Kommentar von Raich, der zuletzt am 9. Dezember 2007 ein Weltcuprennen (Slalom in Bad Kleinkirchheim) gewonnen hatte. Im Riesentorlauf war der Doppel-Olympiasieger von 2006 zuletzt am 3. März des Vorjahres in Kranjska Gora Sieger. Insgesamt stand er in dieser Disziplin zwölf Mal ganz oben auf dem Stockerl.

 

Der norwegische Doppel-Weltmeister Aksel Lund Svindal, der einen Tag nach der Abfahrt ja auch den Super-G auf seiner früheren Unglückspiste im amerikanischen Beaver Creek gewonnen hatte, schrieb ein weiteres Kapitel in seinem Märchenbuch. Er wurde im technisch äußerst schwierigen RTL Dritter. Hinter Svindal platzierte sich das norwegische Supertalent Kjetil Jansrud mit beeindruckender Laufbestzeit im Finale auf Rang vier.

 

Stark fuhr auch der junge Österreicher Hirscher, der als Einziger des extra für den Riesentorlauf eingeflogenen ÖSV-Quartetts trotz Startnummer 50 als 15. unmittelbar vor Görgl in die Punkte kam. Zweitbester Österreicher war Romed Baumann.

 

Wie macht er das nur, der Benni Raich? Erst hatte er ein Jahr lang kein Rennen gewonnen, dann schlug er innerhalb weniger Tage gleich zweimal hintereinander zu. Noch dazu auf verschiedenen Kontinenten. Dem RTL-Sieg von Beaver Creek ließ der Pitztaler im französischen Val d’ Isère einen Erfolg in der Super-Kombination folgen. Benni und Marcel Hirscher als Dritter haben Österreichs Skifahrerseele beruhigt, mit diesen Ergebnissen wurde die Beziehung zur „Face de Bellevarde“ vorerst auf eine solide Basis gestellt.

 

Das ist nicht unwichtig, denn am selben Hang, wo der Pitztaler seinen zweiten Saisonsieg im Skiweltcup feierte und der Salzburger Jungstar hinter Grange (FRA) als Dritter vom Podest lachte, findet im Februar schließlich die alpine Ski-Weltmeisterschaft statt. „Das ist ein sehr schwieriger Hang, wenn du hier auf Zug gehst, wirst du zu schnell, da musst man aufpassen, dass man nicht die Kontrolle verliert“, schilderte Raich jene Strecke, die bereits Patrick Ortlieb 1992 bei seiner Fahrt zu Olympiagold so ins Herz geschlossen hatte.

Mehr über Tiroler Sport unter: [www.tt.com]
Das aktuelle Sportjahrbuch können Sie portofrei beim Haymon Verlag erwerben.