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Hermann Maier auf der Streif / Foto: GEPA

Hermann Maier auf der Streif
Foto: GEPA

Fest des Skisports auch ohne rot-weiß-roten Sieger

Die Sieger kamen aus Liechtenstein (Büchel/Super G), der Schweiz (Cuche/Abfahrt), Frankreich (Grange/Slalom) und den USA (Miller/Kombination). Aber dennoch hatte keiner der 80.000 großteils österreichischen Fans in Kitzbühel das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Denn neben dem sportlichen Programm hatte die Gamsstadt einen Party-Marathon und jede Menge Promis zum Anfassen zu bieten. Als Schattenseite bleibt dennoch der Horrorsturz des Amerikaners Scott Macartney in Erinnerung.

 

Schon das Auftaktrennen lieferte Dramatik pur – nicht zuletzt dank Hermann Maier, der im wohl spannendsten Weltcup-Super-G seit langer Zeit nur um 0,16 Sekunden den Sieg verpasst hatte. Der sechsfache Hahnenkamm-Sieger hatte sich zur Ouvertüre nur Marco Büchel geschlagen geben müssen, feierte aber dennoch wie ein Sieger.

 

Für den Liechtensteiner indes hatte sich das volle Risiko bezahlt gemacht, er toppte den von ihm gehaltenen Rekord als ältester Weltcupsieger und plädierte gleich im Zielraum dafür, Kitzbühel in „Kitzbüchel“ umzubenennen. „Ein Bier für den, der die Ortstafel umschreibt“, lachte der sympathische Sieger. Auf der extrem unruhigen Streif landeten mit dem Tiroler Mario Scheiber und dem Schweizer Didier Cuche zwei Fahrer auf dem dritten Rang (jeweils 0,33 zurück). „Ein Traum, das ist das Allergrößte für mich. Ich war unglaublich nervös, vor allem als der Hermann fuhr. Ein riesiges Kompliment an ihn für diese Leistung hier“, sagte der faire Büchel, der sein viertes Weltcuprennen gewann.

 

Mit dem Sieg hatte er selbst nicht gerechnet. „Der Super-G war immer ein bisserl schwierig, die Abfahrt ging mir leichter von der Hand.“ Der Schlüssel zum Erfolg? „Sinnlose Attacke. Man muss da schon Vollgas geben. Es war aber nicht so schwierig gesteckt.“ Sei’s drum – Büchel feierte den Triumph im Jahr ohne Großereignisse wie einen WM-Titel. „Der Olympiasieg wäre noch der Abfahrtssieg“, meinte der Routinier. Für diesen Fall hatte er auch eine Wette abgeschlossen. „Wenn ich beides gewinne, trete ich auch im Slalom an.“ Mit seiner durchwachsenen Abfahrtsleistung war Büchel allerdings weit weg von einer Wiederholung des Super-G-Husarenritts. „Auch nicht schlecht, kann ich Sonntag wenigstens schlafen“, nahm’s der Liechtensteiner mit Humor.

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